Frauen zwischen 25 und 28 Jahren werden von potentiellen Arbeitgebern benachteiligt

Arbeitgeber sehen Frauen aufgrund einer potentiellen Familienplanung als wirtschaftlich größere Belastung an

 

 

 

 

Worum geht es?

Kaum ist eine Arbeitnehmerin schwanger, so steht für den Arbeitgeber fest: sie wird eine Weile im Betrieb fehlen. Geht ein(e) Mitarbeiter(in) in die Erziehungszeit, so ist nicht immer für den Arbeitgeber ganz absehbar, wann und in welchem Umfang sein Mitarbeiter an den Arbeitsplatz zurückkehrt. Auffällig dabei ist, dass immer noch Frauen diejenigen sind, die maßgeblich die Erziehungszeit übernehmen und öfter als Männer in Teilzeit an ihren Arbeitsplatz zurückkehren.

Derzeit machen Mütter 76 Prozent aller Elterngeldbezieher aus. Auch in der Dauer der Elternzeit entscheiden sich Männer und Frauen unterschiedlich. Während Frau im Durchschnitt 11,7 Monate ihren Sprössling daheim erzieht, bleibt Mann mit nur 3,0 Monaten deutlich dahinter.

Daraus folgt

Bei der Einstellung von neuen Mitarbeitern wägt der Arbeitgeber auch in Bezug auf das Geschlecht ab. Besonders Frauen werden nachweislich bei Bewerbungen gegenüber männlichen Mitstreitern bei gleicher Qualifikation benachteiligt. Einer der Gründe: der Arbeitgeber befürchtet einen Arbeitsausfall und damit einhergehende Kosten und Herausforderungen.

 

Realitätscheck

Direkte Kosten entstehen für den Arbeitgeber nicht. Bei verpflichteten Lohnfortzahlungen der durch oder Bezuschussungen der Arbeitnehmerin werden die Kosten wieder zurück erstattet.

Indirekte Kosten entstehen dann, wenn der Arbeitgeber eine stellvertretende Kraft einstellen muss. Die Suche und Einarbeitung nach und von Ersatzmitarbeitern kostet Zeit und Geld. Da lohnt sich der Blick weg von der Frau, die eher diese indirekten Kosten im Falle einer Familiengründung hervorruft, hin zum Mann.

Wer profitiert?

Männliche Kollegen auf dem Arbeitsmarkt. Konkurrieren sie mit einer gleichqualifizierten Frau um eine Stelle, so sind deren Chancen deutlich höher auf dem Arbeitsmarkt, als die der Frau, da diese ja durch ein Kind (Kinderbetreuung) oder durch einen Kinderwunsch ausfallen könnte.

Wer zieht den Kürzeren?

  • Frauen, die keine Chancengleichheit haben.

  • Arbeitgeber, die auf hochqualifizierte Kräfte verzichten.

Wir fordern

  • Die Ausweitung der pro egalitären Familienpolitik.

  • Bei Inanspruchnahme von Erziehungszeiten* sollten Eltern verpflichtet werden, die Zeiten egalitär aufzuteilen. Möchte eine Familie beispielsweise 12 Monate Elternzeit beanspruchen, so sollten Mutter und Vater beide jeweils 6 Monate in Elternzeit gehen. Nur so kann eine Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt nachhaltig gefördert werden.

*Erziehungszeit = hier gemeint: Berufsverbot aufgrund von Schwangerschaft und/oder Mutterschutz und/oder Elternzeit

 

Was kannst Du tun?

Du findest auch, dass Schluss sein muss mit dem Stigma aufgrund des Geschlechtes unattraktiv für den Arbeitsmarkt zu sein? Du forderst wirtschaftliche Gleichberechtigung?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

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Anna Montasser
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