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auf aktuelle politische Entscheidungen.

PRESSEMITTEILUNG

"Grüne in NRW müssen jetzt Wort halten!"

Campact fordert von der künftigen rot-grünen Minderheitsregierung, den Neubau von Kohlekraftwerken in NRW zu stoppen / Kohlekröte auf grünem Landesparteitag

Düsseldorf/Neuss, 19.06.2010. Am Rande des Landesparteitags von Bündnis 90/Die Grünen in Neuss forderten Aktive des Kampagnen-Netzwerks Campact von der künftigen rot-grünen Minderheitsregierung, den Neubau von Kohlekraftwerken in Nordrhein-Westfalen zu stoppen. Eine Person mit der Maske von Grünen-Fraktionschefin Sylvia Löhrmann versuchte, mit Messer und Gabel eine große, hässliche Kohlekröte zu verspeisen. Campact-Aktive forderten sie auf, „keine Kohle-Kröten zu schlucken“. Sie verteilten essbare Gummikröten und Flugblätter an die Delegierten.

Derzeit sind in Nordrhein-Westfalen fünf Kohlekraftwerke in Bau, darunter der gerichtlich gestoppte Schwarzbau in Datteln. Vier weitere sind konkret geplant. „Der versprochene Politikwechsel muss bei der Kohlepolitik anfangen: Die Grünen müssen durchsetzen, dass eine rot-grüne Regierung den Bau aller dieser Klimakiller stoppt, denn zusammen würden sie 70 Millionen Tonnen Kohlendioxid im Jahr ausstoßen“, sagte Ferdinand Dürr, Klimaexperte von Campact. „Das allein ist mehr, als Deutschland nach den Klimaschutzzielen der Bundesregierung in den nächsten Jahrzehnten noch insgesamt ausstoßen darf. NRW entscheidet jetzt, ob die Klimaziele für 2050 überhaupt erreichbar sind.“

Dürr betonte, auch der Sachverständigenrat für Umweltfragen der Bundesregierung und das Umweltbundesamt lehnten den Neubau von Kohlekraftwerken ab. „Der Boom der erneuerbaren Energien macht neue Kohlekraftwerke überflüssig“, sagte Dürr. „Die zukünftige Landesregierung darf dabei auf keinen Fall vor den Energiekonzernen einknicken.“ Sollten die Grünen in dieser Frage ihr Wort brechen, müssten sie sich auf heftige Proteste gefasst machen.

Einen Appell, den Bau des Kohlekraftwerks Datteln endgültig zu stoppen und aus der Kohleverstromung auszusteigen, haben seit der Landtagswahl bereits über 19.000 Menschen im Internet unterschrieben. (http://www.campact.de/klima/sn10/signer)

Weitere Informationen zur Kampagne: http://www.campact.de/klima/home

Pressekontakt:
Ferdinand Dürr, Klimaexperte von Campact, 0176 - 2171 9335

Pressemitteilung als pdf

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