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Gemeinsame Pressemitteilung von Brot für die Welt, Oxfam Deutschland und Campact e.V.

Berlin, 13. November 2009

Online-Aktion gestartet

Deutschland soll bei Klimafinanzierung voran gehen

Berlin, 13.11.09: Mehrere Umwelt- und Entwicklungsorganisationen haben die Bundesregierung in einem Online-Appell aufgefordert, den Entwicklungsländern schon vor der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen konkrete finanzielle Unterstützung anzubieten. Die reichen Industrieländer müssten als Hauptverursacher des Klimawandels den Entwicklungsländern beim Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel helfen, fordern die Organisationen in dem gemeinsamen Appell. Innerhalb von 48 Stunden haben bereits knapp 9.000 Menschen den Aufruf auf http://www.klima-appell.de unterschrieben. Die Online-Aktion wird von Oxfam Deutschland, Brot für die Welt, Germanwatch, Misereor, dem Evangelischen Entwicklungsdienst (EED), der Klima-Allianz und dem Kampagnen-Netzwerk Campact unterstützt.

Thomas Hirsch, Klima-Experte von Brot für die Welt:

"Der deutsche Anteil an den insgesamt benötigten Finanzmitteln beträgt mindestens sieben Milliarden Euro - dies muss die Bundesregierung noch vor dem Klima-Gipfel in Kopenhagen anbieten. Solange sich die Industrieländer nicht bewegen, wird es auch keine Zusagen der Entwicklungsländer geben - das Abkommen von Kopenhagen wäre damit in großer Gefahr", so Thomas Hirsch von Brot für die Welt.

Ferdinand Dürr, Klima-Experte des Kampagnen-Netzwerkes Campact:

"Die Hauptverursacher des Klimawandels müssen für die Klimaschäden in den armen Ländern haften", sagt Ferdinand Dürr, Klimaexperte von Campact. "Die reichen Industrieländer sind für fast 75 Prozent der Kohlendioxidemissionen verantwortlich, während die armen Länder am stärksten unter dem Klimawandel zu leiden haben." Schon heute führe der Klimawandel in den armen Ländern zu mehr Dürren, Überschwemmungen und Unwetterkatastrophen.

Jan Kowalzig, Klima-Experte bei Oxfam Deutschland:

"Finanzhilfen für Klimaschutz und die Bewältigung der Folgen des Klimawandels sind keine Almosen. Deswegen dürfen sie auch keineswegs aus den künftigen Budgets der Entwicklungszusammenarbeit bestritten werden, sondern müssen zusätzlich fließen. Sonst fehlt später in anderen wichtigen Bereichen das Geld, etwa bei Grundbildung oder Gesundheitsfürsorge", fordert Jan Kowalzig, Klima-Experte bei Oxfam Deutschland.

Weitere Informationen: http://www.campact.de/klima/cop/5min

Ihre Ansprechpartner:

Thomas Hirsch, Klimaexperte bei Brot für die Welt: 0172-6259207

Jan Kowalzik, Klimaexperte bei Oxfam Deutschland: 0177-4917135

Ferdinand Dürr, Klimaexperte bei Campact: 0176-21719335

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