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Gemeinsame Pressemitteilung vom BUND, der BI „Saubere Energie“ und Campact

Dörpen, 22. Juli 2009

Breites Bündnis startet Kampagne für eine Bürgerbefragung zum Kohlekraftwerk in Dörpen

„Fragt die Bürgerinnen und Bürger“

Dörpen, 22.07.09: Unter dem Motto „Fragt uns!“ wenden sich Dörpener Bürger und ein breites Bündnis von Organisationen mit einer Kampagne an den Gemeinderat, eine Bürgerbefragung zum geplanten Kohlekraftwerk in Dörpen zuzulassen. Sie präsentieren Plakate, auf denen Dörpener Mitsprache in dieser Frage fordern. Bürger Dörpens sind eingeladen, bis zur entscheidenden Gemeinderatssitzung die Plakate in ihre Fenster zu hängen und Wimpel mit der Aufschrift „Fragt uns!“ an ihrem Auto anzubringen. Höhepunkt der Kampagne stellt eine „Feierliche Bürgerwache“ rund um die Gemeinderatssitzung dar.

Das Bündnis von Organisationen, zu dem die Bürgerinitiative „Saubere Energie“, der BUND, Mehr Demokratie, die Klima-Allianz als Zusammenschluss von über 100 gesellschaftlichen Gruppen und das Kampagnen-Netzwerk Campact gehören, unterstützt die Forderung von mehr als der Hälfte der volljährigen Wahlberechtigten Dörpens nach einer Bürgerbefragung zum geplanten Kohlekraftwerk. „Das in Dörpen geplante Kraftwerk ist klimapolitisch von bundesweiter Bedeutung. Es kann nicht sein, dass eine verfehlte Energiepolitik gegen die Interessen zukünftiger Generationen und gegen den Willen der Menschen vor Ort durchgesetzt wird“, so Ferdinand Dürr von Campact.

Die Bürgerinitiative „Saubere Energie“ hat in den vergangenen Monaten mehr als 2.000 Unterschriften von Dörpenern für eine Bürgerbefragung zum Kraftwerk gesammelt. „Wir fordern den Bürgermeister und die Mitglieder des Gemeinderates auf, nicht über die Köpfe der Menschen hinweg zu entscheiden, um die Interessen von zwei Energiekonzernen zu bedienen“, so Bernd Lorenz von der Bürgerinitiative „Saubere Energie“.

„Diese wichtige Entscheidung der Gemeinde sollte in die Hände der Bürger gelegt werden. Der Gemeinderat hat jetzt die Möglichkeit, mit einer Bürgerbefragung die Gemeinde zu einem Vorbild demokratischer Mitbestimmung zu entwickeln. Die Chance sollte er nicht ungenutzt verstreichen lassen“, fordert Gerrit Weusthoff. Der Pastor der Gemeide St. Joseph im Vosseberg aus Papenburg hat sich selbst auf einem der Plakatmotive ablichten lassen.

„Das geplante Kraftwerk gefährdet mit seinem Ausstoß an Feinstaub und Schwermetallen die Gesundheit der Dörpener“, warnt Dr. Maria Feige-Osmers von der Kreisgruppe Emsland des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). „Den weiteren Zubau konventioneller Kohlekraftwerke können wir uns nicht mehr leisten – sie sind klimaschädlich, ineffizient und passen nicht mehr in die Zeit. Die Zukunft gehört den Erneuerbaren Energien – besonders im windreichen Emsland!“

Das Kampagnen-Netzwerk Campact ruft zudem bundesweit zu der Aktion „Deutschland schreibt Dörpen!“ auf. Aus dem ganzen Bundesgebiet werden Menschen Grußbotschaften an die Dörpener Bevölkerung schicken und ihre Solidarität mit dem Einsatz der Dörpener für demokratische Mitbestimmung zum Ausdruck bringen. Die Botschaften sollen auf dem Dörpener Marktplatz mit einer Installation präsentiert werden.

Weitere Informationen über den Verlauf der Kampagne finden Sie unter http://www.fragtuns.de; Bilder von den Plakatmotiven in Druckqualität erhalten Sie auf Anfrage.

Pressemitteilung als pdf zum Download:
http://www.campact.de/img/presse/pm090722.pdf

Ihre Ansprechpartner für Rückfragen:

Ferdinand Dürr, Campact e.V.:
fduerr@campact.de, t: 04231 . 95 74 42, m: 0176 . 21 71 93 35

Bernd Lorenz, BI „Saubere Energie“:
bernd@lorenz-doerpen.de, t: 0 49 63 / 84 18

Dr. Maria Feige-Osmers, BUND Emsland:
marfeigos@gmx.de, t: 0 59 31 / 32 49

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