Nimm mit 512.157 Campact-Aktiven Einfluss
auf aktuelle politische Entscheidungen.
Gemeinsame Pressemitteilung von Campact und dem Niederrheinischen Umweltschutzverein (NUV)
Krefeld, 04. Juni 2009
Aktion in Krefeld gegen neue Kohlekraftwerkec
Sackgasse aus 3,5 Tonnen Kohle in der Krefelder Innenstadt gegen neue Kohlekraftwerke in NRW / Mobilisierung zur Großdemonstration am 6. Juni in Krefeld-Uerdingen
Krefeld, 04.06.09: Mit einer Sackgasse aus Kohlesäcken wiesen heute in Krefeld lokale Bürgerinitiativen und das Kampagnen-Netzwerk Campact auf die energiepolitische Sackgasse hin, in die sich das Land Nordrhein-Westfalen mit dem Bau von bis zu zehn neuen Kohlekraftwerken manövrieren würde. Die Aktion fand im Vorfeld der Großdemonstration statt, die am kommenden Samstag gegen neue Kohlekraftwerke in Nordrhein-Westfalen und das geplante Kraftwerk in Krefeld-Uerdingen protestiert.
„Schon heute stammt ein Drittel der bundesweiten CO2-Emissionen im Strombereich aus Kohlekraftwerken in Nordrhein-Westfalen“, erklärt Ferdinand Dürr vom Kampagnen-Netzwerk Campact. „Das Bundesland schafft es damit alleine, die Klimaschutz-Bemühungen der Bundesregierung zu unterwandern, wie etwa die „Leitstudie 2008“ des Bundesumweltministeriums zeigt. Auch der Umstieg auf Erneuerbare Energien – der stärkste Jobmotor der letzten Jahre – wird von zehn neuen klimaschädlichen Kohlekraftwerken in Nordrhein-Westfalen gefährdet.“
In Krefeld muss der Rat demnächst entscheiden, ob er den Weg für ein Kohlekraftwerk im Chemiepark in Krefeld-Uerdingen freimacht. In der Vergangenheit sprach sich das Gremium zunächst mit einer breiten Mehrheit für Klimaschutz und gegen ein Kohlekraftwerk aus. Seit neuestem möchte der Stadtrat den Weg für den Kohlemeiler doch freimachen. Hiergegen richtet sich auch eine Online-Aktion (www.nrw-nicht-verkohlen.de), an der bereits über 3.000 Menschen aus Nordrhein-Westfalen teilgenommen haben.
„Weit über 1.000 Menschen werden am Samstag in Krefeld-Uerdingen auf die Straße gehen und verlangen, dass der Rat den Klima-Killer jetzt verhindert“, so Ulrich Grubert vom Niederrheinischen Umweltschutzverein. „Ein hocheffizientes und flexibles Gaskraftwerk sichert die Arbeitsplätze im Chemiepark genauso wie, und sogar nachhaltiger als ein Kohlekraftwerk, das den CO2-Ausstoß der Stadt mit einem Schlag mehr als verdoppeln würde. Krefeld muss ein positives Beispiel für NRW setzen und zeigen, dass ein Gaskraftwerk sichere Arbeitplätze schafft, ohne Gesundheit und Klima aufs Spiel zu setzen.“
Am kommenden Samstag, den 6. Juni, rufen Umweltverbände und Initiativen zur Großdemonstration in Krefeld-Uerdingen auf. Der Demonstrationszug sammelt sich um 12 Uhr vor dem Uerdinger Rathaus (Am Marktplatz 1), wo auch die Abschlusskundgebung u.a. mit Klaus Brunsmeier vom BUND-Bundesvorstand, Josef Tumbrink, dem Landesvorsitzenden vom NABU-NRW und der ehemaligen NRW-Umweltministerin Bärbel Höhn stattfinden wird. Höhepunkt der Abschlusskundgebung ist eine Aktion mit dem fünf Meter hohen „Kohlosaurus“ – halb Kohlekraftwerk, halb Dinosaurier – aus dem 2.000 schwarze „CO2-Ballons“ aufsteigen werden, um die Gefahr von Kohlekraftwerken für das Klima zu verdeutlichen.
Bildmaterial von der Kohlesackgase auf Anfrage.
Diese Pressemitteilung zum Download als pdf unter:
http://www.campact.de/img/presse/pm090604.pdf
Ihre Ansprechpartner für Rückfragen:
Ihre Ansprechpartner:
Ferdinand Dürr, Campact e.V.:
fduerr@campact.de, t 04 231 . 95 74 42, m 01 76 . 21 71 93 35
Ulrich Grubert, Niederrheinischer Umweltschutzverein:
ulrich.grubert@gmx.de, t 02 151 . 59 44 73