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Gemeinsame Pressemitteilung
Berlin, 18. Oktober 2008
Anti-Kohle-Protest gegen drei neue Kohlekraftwerke in Stade
Aktionsbündnis errichtet fünf Meter hohes Dinosaurier- Kohlekraftwerk auf Pferdemarkt / Bundesweite Anti-Kohle-Tour / Öffentliche Debatte zu geplanten Kohlekraftwerken
Stade, 18.10.08: Mit einem als Dinosaurier gestalteten Kohlekraftwerk demonstrierten heute Aktive des Aktionsbündnisses "Zukunft statt Kohle" gemeinsam mit regionalen Bürgerinitiativen auf dem Pferdemarkt gegen die drei von Electrabel, Dow Chemical und E.on in Stade geplanten Steinkohlekraftwerke . Aus dem "Kohlosaurus" stiegen dabei hunderte CO2- Ballons auf, die die Gefahr der Kohleverbrennung für das Klima symbolisierten. Auf Plakaten forderten die Demonstranten: "Dinosaurier-Technologie stoppen!". Die Aktion ist Teil einer bundesweiten Anti-Kohle-Tour, die von der Klima-Allianz, als Klimaschutzbündnis aus über 100 Organisationen, der Deutschen Umwelthilfe, dem Online-Kampagnen-Netzwerk Campact und dem Portal Wir-Klimaretter.de getragen wird.
Dr. Stefan Kruijer, Bürgerinitiative Stade - Altes Land: "Neue Kohlekraftwerke tragen maßgeblich zur Klimakatastrophe bei. Die drei neuen hier bei Stade geplanten Kraftwerke würden in den nächsten 40 Jahren rund 680 Millionen Tonnen CO2 ausstoßen - das ist mehr als ganz Großbritannien in einem Jahr emittiert! Die Stadt Stade sollte ihre kommunalen Rechte wahrnehmen und über die Bauleitplanung die Kohlekraftwerke verhindern. Und die niedersächsische Landesregierung muss die Genehmigungsverfahren für alle Kohlekraftwerke sofort stoppen."
Nick Reimer, Wir-Klimaretter.de: "Die Klimakatastrophe kann noch abgewendet werden. Aber nur, wenn wir sofort handeln. Jedes jetzt noch genehmigte neue Kohlekraftwerk steht in einem unauflösbaren Widerspruch zu den Klimazielen der Bundesregierung. Wer heute neue Kohlekraftwerke baut, bürdet der nächsten Generation unverantwortliche Lasten auf."
Reinhard Benhöfer, Ev.-luth. Landeskirche Hannover, Arbeitsstelle Umwelt: "Verantwortung gegenüber der Schöpfung zu übernehmen, heißt sich für eine zukunftsfähige Energiepolitik stark zu machen. Wir brauchen eine Energieerzeugung, die auf vielen Schultern ruht. Sie sollte mit einem Mix aus erneuerbaren Energien und Kraft-Wärme-Kraftwerken arbeiten, deren Leistung sich flexibel an Wind und Wetter anpassen lässt."
"An etlichen Standorten wird demnächst über den Bau von Kohlekraftwerken entschieden. Doch überall stehen Bürger gegen die Klimakiller auf. Die Aktionstour gibt dieser entstehenden Anti-Kohle-Bewegung ein Gesicht. Sie stärkt die Proteste dort, wo Kraftwerke auf der Kippe stehen", so Christoph Bautz vom Online-Kampagnen-Netzwerk Campact, das die Tour organisiert.
Vor der Aktion trafen die Vertreter von Campact, Wir-Klimaretter und der evangelischen Landeskirche Hannover mit Kai Seefried, CDU-Landtagsabgeordneter und Mitglied im Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz sowie Karsten Behr, CDU-Fraktionsvorsitzender im Stadtrat Stade zusammen. Mit interessierten Bürgern diskutierten sie über die regionalen als auch bundesweiten Auswirkungen der Pläne der Energiekonzerne, rund 30 neue Kohlekraftwerke in Deutschland zu errichten.
Mit dem "Kohlosaurus" zieht das Aktionsbündnis "Zukunft statt Kohle" bis Ende Oktober durch insgesamt zehn Städte, in denen demnächst über neue Kohlekraftwerke entschieden wird. Insgesamt 20.000 Luftballons werden dabei starten. Sie stehen für 20.000 Menschen, die bisher einen Online-Appell gegen neue Kohlekraftwerke unterzeichnet haben (www.zukunftstattkohle.de).
Mehr im Netz unter: http://www.campact.de/klima/tour08/home
Die Tourdaten
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