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Gemeinsame Pressemitteilung
Berlin, 17. Oktober 2008
Anti-Kohle-Protest gegen drei neue Kohlekraftwerke in Brunsbüttel
Aktionsbündnis errichtet fünf Meter hohes Dinosaurier- Kohlekraftwerk / Teil einer bundesweiten Anti-Kohle-Tour / Öffentliche Debatte zu geplanten Kohlekraftwerken
Brunsbüttel, 17.10.08: Mit einem als Dinosaurier gestalteten Kohlekraftwerk demonstrierten heute Aktive des Aktionsbündnisses "Zukunft statt Kohle" gemeinsam mit regionalen Bürgerinitiativen auf dem Marktplatz in Brunsbüttel gegen drei von Electrabel, Getec und SüdWestStrom geplanten Steinkohlekraftwerke . Aus dem "Kohlosaurus" stiegen dabei hunderte CO2- Ballons auf, die die Gefahr der Kohleverbrennung für das Klima symbolisierten. Auf Plakaten forderten Demonstranten: "Dinosaurier-Technologie stoppen!". Die Aktion ist Teil einer bundesweiten Anti-Kohle-Tour, die von der Klima-Allianz, als Klimaschutzbündnis aus über 100 Organisationen, der Deutschen Umwelthilfe, dem Online-Kampagnen-Netzwerk Campact und dem Portal Wir-Klimaretter.de getragen wird.
Arne Firjahn, Bürgerinitiative für Gesundheit und Klimaschutz Unterelbe: "Die drei neuen Steinkohlekohlekraftwerke würden Jahr um Jahr unsere Region mit Tonnen an Feinstaub, Schwefeldioxid und Quecksilber belasten. Diese Stoffe machen uns krank! Dazu kommen jährlich 19 Millionen Tonnen klimaschädliches CO2 - dreimal soviel wie alle Autos in Schleswig-Holstein pro Jahr ausstoßen. Statt den Energieunternehmen billig und auf Kosten von Umwelt und Gesundheit verdientes Geld in den Rachen zu werfen, müssen die Politiker endlich auf die Stimme ihrer Wähler hören: Dieser Irrsinn muss gestoppt werden!"
Nick Reimer, Wir-Klimaretter.de: "Die Klimakatastrophe kann noch abgewendet werden. Aber nur, wenn wir sofort handeln. Jedes jetzt noch genehmigte neue Kohlekraftwerk steht in einem unauflösbaren Widerspruch zu den Klimazielen der Bundesregierung. Wer heute neue Kohlekraftwerke baut, bürdet der nächsten Generation unverantwortliche Lasten auf."
Dr. Thomas Schaack, Pastor, Umweltbeauftragter Nordelbische Landeskirche: "Verantwortung gegenüber der Schöpfung zu übernehmen, heißt sich für eine zukunftsfähige Energiepolitik stark zu machen. Dafür brauchen wir Mix aus Erneuerbaren Energien und Kleinkraftwerken, deren Leistung sich flexibel an Wind und Wetter anpassen lässt."
"An etlichen Standorten wird demnächst über den Bau von Kohlekraftwerken entschieden. Doch überall stehen Bürger gegen die Klimakiller auf. Die Aktionstour gibt dieser entstehenden Anti-Kohle-Bewegung ein Gesicht. Sie stärkt die Proteste dort, wo Kraftwerke auf der Kippe stehen", so Christoph Bautz vom Online-Kampagnen-Netzwerk Campact, das die Tour organisiert.
Vor der Aktion trafen die Vertreter von Campact, der Nordelbischen Landeskirche, der Bürgerinitiative und Wir-Klimaretter mit Detlef Buder, Landtagsabgeordneter der SPD zusammen. Mit interessierten Bürgern diskutierten sie über die regionalen als auch bundesweiten Auswirkungen der Pläne der Energiekonzerne, rund 30 neue Kohlekraftwerke in Deutschland zu errichten.
Mit dem "Kohlosaurus" zieht das Aktionsbündnis "Zukunft statt Kohle" bis Ende Oktober durch insgesamt zehn Städte, in denen demnächst über neue Kohlekraftwerke entschieden wird. Insgesamt 20.000 Luftballons werden dabei starten. Sie stehen für 20.000 Menschen, die bisher einen Online-Appell gegen neue Kohlekraftwerke unterzeichnet haben (www.zukunftstattkohle.de).
Mehr im Netz unter: http://www.campact.de/klima/tour08/home
Die Tourdaten
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