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Gemeinsame Pressemitteilung

Berlin, 14. Oktober 2008

Anti-Kohle-Protest gegen Ausbau Staudinger

"Dinosaurier-Technologie stoppen!"

Aktionsbündnis errichtet fünf Meter hohes Dinosaurier- Kohlekraftwerk in Hanau / Teil einer bundesweiten Anti-Kohle-Tour / Öffentliche Debatte zu geplanter Erweiterung des Kohlekraftwerkparks Staudinger

Hanau, 14.10.08: Mit einem als Dinosaurier gestalteten Kohlekraftwerk demonstrierten heute Aktive des Aktions­bündnisses "Zukunft statt Kohle" gemeinsam mit regionalen Bürgerinitiativen auf dem Hanauer Marktplatz gegen das von E.on geplante neue Steinkohlekraftwerk im Kraftwerkspark Staudinger. Aus dem "Kohlosaurus" stiegen dabei hunderte CO2- Ballons auf, die die Gefahr der Kohleverbrennung für das Klima symbolisierten. Auf Plakaten forderten die Demonstranten: "Dinosaurier-Technologie stoppen!". Die Aktion ist Teil einer bundesweiten Anti-Kohle-Tour, die von der Klima-Allianz, als Klimaschutzbündnis aus über 100 Organisationen, der Deutschen Umwelthilfe, dem Online-Kampagnen-Netzwerk Campact und dem Portal Wir-Klimaretter.de getragen wird.

Winfried Schwab-Posselt, Bürgerinitiative "Stopp Staudinger": "Das von E.on geplante Steinkohlekraftwerk würde über ein halbes Jahrhundert hinweg rund 250 Millionen Tonnen CO2 ausstoßen. Ein klimapolitischer Irrsinn! Aus gutem Grund hat sich deshalb der Hessische Landtag schon zwei mal gegen das Kraftwerk ausgesprochen. E.on hat versprochen, das Kraftwerk nicht gegen den Willen von Bevölkerung und Politik zu bauen. Nun gilt es, das Versprechen einzuhalten und die Planungen zurückzuziehen!"

Statt neuer Kohlekraftwerke benötige Hessen einen zukunftsfähigen Mix aus Erneuerbaren Energien und erdgasbetriebenen Kraft­werken, die Strom und Wärme gleichzeitig erzeugen und deren Leistung sich flexibel an die veränderliche Stromerzeugung mit Sonne und Wind anpassen lasse.

"An etlichen Standorten wird demnächst über den Bau von Kohlekraft­werken entschieden. Doch überall stehen Bürger gegen die Klima­killer auf. Die Aktionstour gibt dieser entstehenden Anti-Kohle-Bewegung ein Gesicht. Sie stärkt die Proteste dort, wo Kraftwerke auf der Kippe stehen", so Christoph Bautz vom Online-Kampagnen-Netzwerk Campact, das die Tour organisiert.

Vor der Aktion trafen die Vertreter von Campact und "Stopp Staudinger" mit Jens-Uwe Freitag, Eon-Projektleiter für den Block 6,Christoph Degen, SPD-MdL für den Wahlkreis Hanau-Land, Janine Wissler, Vizevorsitzende der Linksfraktion im Hessischen Landtag und Reiner Bousonville, Vorsitzender der Kreistags-Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zusammen. Mit interessierten Bürgern diskutierten sie über die regionalen als auch bundesweiten Auswirkungen der Pläne der Energiekonzerne, rund 30 neue Kohlekraftwerke in Deutschland zu errichten.

Mit dem "Kohlosaurus" zieht das Aktionsbündnis "Zukunft statt Kohle" bis Ende Oktober durch insgesamt zehn Städte, in denen demnächst über neue Kohlekraftwerke entschieden wird. Insgesamt 20.000 Luftballons werden dabei starten. Sie stehen für 20.000 Menschen, die bisher einen Online-Appell gegen neue Kohlekraftwerke unterzeichnet haben (www.zukunftstattkohle.de).

Mehr im Netz unter: http://www.campact.de/klima/tour08/home


Die Tourdaten

  • 7.10. Tourstart in Berlin
  • 8.10. Mannheim
  • 9.10. Düsseldorf
  • 10.10. Krefeld
  • 11.10. Köln
  • 13.10. Mainz
  • 14.10. Hanau/Staudinger
  • 17.10. Brunsbüttel
  • 18.10. Stade
  • 19.10. Dörpen
  • 22.10. Schwerin/Lubmin

Ihre Ansprechpartner/innen:

  • Almut Gaude, Presse Campact e.V.:
    gaude@campact.de, t 0 42 31 . 957 446, m 0163 . 607 90 90
  • Winfried Schwab-Posselt, Bürgerinitiative "Stopp Staudinger":
    WinSchwab@t-online.de, t 0 61 82 . 78 28 05

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