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Gemeinsame Pressemitteilung

Berlin, 13. Oktober 2008

Anti-Kohle-Protest gegen neues Kohlekraftwerk in Mainz

"Dinosaurier-Technologie stoppen!"

Aktionsbündnis errichtet fünf Meter hohes Dinosaurier-Kohlekraftwerk / Teil einer bundesweiten Anti-Kohle-Tour / Öffentliche Debatte zu geplantem Steinkohlekraftwerk in der Ingelheimer Aue

Mainz/Wiesbaden, 13.10.08: Mit einem als Dinosaurier gestalteten Kohlekraftwerk demonstrierten heute Aktive des Aktions­bündnisses "Zukunft statt Kohle" gemeinsam mit regionalen Bürgerinitiativen auf dem Mainzer Gutenbergplatz gegen das von der Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG (KMW) geplante neue Steinkohlekraftwerk in der Ingelheimer Aue. Aus dem "Kohlosaurus" stiegen dabei hunderte CO2- Ballons auf, die die Gefahr der Kohleverbrennung für das Klima symbolisierten. Auf Plakaten forderten die Demonstranten: "Dinosaurier-Technologie stoppen!". Die Aktion ist Teil einer bundesweiten Anti-Kohle-Tour, die von der Klima-Allianz, als Klimaschutzbündnis aus über 100 Organisationen, dem Online-Kampagnen-Netzwerk Campact, dem Portal Wir-Klimaretter.de und der Deutschen Umwelthilfe getragen wird.

Christof van den Bruck, Bürgerinitiative "Kohlefreies Mainz":"Das von der KMW geplante Steinkohlekraftwerk würde über ein halbes Jahrhundert hinweg rund 170 Millionen Tonnen CO2 ausstoßen. Dieser Bau führt in die klimapolitische Sackgasse. Das sehen auch über 80 Prozent der Mainzer und Wiesbadener Bürger so, die das Kohlekraftwerk ablehnen. Oberbürgermeister Jens Beutel von der SPD darf nicht länger an dieser längst überholten Idee festhalten. Hierfür hat er weder den Rückhalt aus der Bevölkerung noch eine politische Mehrheit - er muss der KMW endlich eine Absage erteilen!"

Statt neuer Kohlekraftwerke benötige Mainz einen zukunftsfähigen Mix aus Erneuerbaren Energien und erdgasbetriebenen Kraft­werken, die Strom und Wärme gleichzeitig erzeugen und deren Leistung sich flexibel an die veränderliche Stromerzeugung mit Sonne und Wind anpassen lasse.

"An etlichen Standorten wird demnächst über den Bau von Kohlekraft­werken entschieden. Doch überall stehen Bürger gegen die Klima­killer auf. Die Aktionstour gibt dieser entstehenden Anti-Kohle-Bewegung ein Gesicht. Sie stärkt die Proteste dort, wo Kraftwerke auf der Kippe stehen", so Christoph Bautz vom Online-Netzwerk Campact, das die Tour organisiert.

Vor der Aktion trafen die Vertreter von "Kohlefreies Mainz" und Campact mit Jörg Jordan, Hessischer SPD-Minister für Landesentwicklung a.D., Michael Pietsch von der CDU-Stadtratfraktion Mainz und Tabea Rößner, der Sprecherin der Mainzer Stadtratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen zusammen. Mit interessierten Bürgern diskutierten sie über die regionalen als auch bundesweiten Auswirkungen der Pläne der Energiekonzerne, rund 30 neue Kohlekraftwerke in Deutschland zu errichten.

Mit dem "Kohlosaurus" zieht das Aktionsbündnis "Zukunft statt Kohle" bis Ende Oktober durch insgesamt zehn Städte, in denen demnächst über neue Kohlekraftwerke entschieden wird. Insgesamt 20.000 Luftballons werden dabei starten. Sie stehen für 20.000 Menschen, die bisher einen Online-Appell gegen neue Kohlekraftwerke unterzeichnet haben (www.zukunftstattkohle.de).

Mehr im Netz unter: http://www.campact.de/klima/tour08/home


Die Tourdaten

  • 7.10. Tourstart in Berlin
  • 8.10. Mannheim
  • 9.10. Düsseldorf
  • 10.10. Krefeld
  • 11.10. Köln
  • 13.10. Mainz
  • 14.10. Hanau/Staudinger
  • 17.10. Brunsbüttel
  • 18.10. Stade
  • 19.10. Dörpen
  • 22.10. Schwerin/Lubmin

Ihre Ansprechpartner/innen:

  • Almut Gaude, Presse Campact e.V. :
    gaude@campact.de, t 0 42 31 . 957 446, m 0163 . 607 90 90
  • Christof van den Bruck, Bürgerinitiative "Kohlefreies Mainz":
    christof.vandenbruck@kohlefreies-mainz.de, t 0 61 31 . 48 10 50 9, m 0174 . 31 68 95 1

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