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Gemeinsame Pressemitteilung

Berlin, 11. Oktober 2008

Anti-Kohle-Protest auf Kölner Domplatte

"Dinosaurier-Technologie stoppen!"

Aktionsbündnis errichtet fünf Meter hohes Dinosaurier- Kohlekraftwerk / Teil einer bundesweiten Anti-Kohle-Tour / Öffentliche Debatte zu neuen RWE-Kohlekraftwerken in Niederaußem und Hürth

Köln, 11.10.08: Mit einem als Dinosaurier gestalteten Kohlekraftwerk demonstrierten heute Aktive des Aktions­bündnisses "Zukunft statt Kohle" gemeinsam mit regionalen Bürgerinitiativen auf der Kölner Domplatte gegen den von RWE geplanten Neu- und Ausbau der Kohlekraftwerke in Niederaußem und Hürth. Aus dem "Kohlosaurus" stiegen dabei hunderte CO2- Ballons auf, die die Gefahr der Kohleverbrennung für das Klima symbolisierten. Auf Plakaten forderten die Demonstranten: "Dinosaurier-Technologie stoppen!". Die Aktion ist Teil einer bundesweiten Anti-Kohle-Tour, die von der Klima-Allianz, als Klimaschutzbündnis aus über 100 Organisationen, der Deutschen Umwelthilfe, dem Online-Kampagnen-Netzwerk Campact und dem Portal Wir-Klimaretter.de getragen wird.

"RWE baut und plant in unmittelbarer Nähe unserer Städte und Gemeinden gigantische neue Braunkohlekohlekraftwerke, die über vierzig Jahre lang jährlich Millionen Tonnen CO2 ausstoßen, unsere Luft mit Feinstaub belasten würden und für die unsere Landschaft weiter abgebaggert werden müsste. Der Neu- und Ausbau von Kohlekraftwerken im Kölner Umland führt in die klimapolitische Sackgasse. Wir Bürgerinnen und Bürger müssen uns wehren!", so Helmut Spahn, Sprecher des Aktionsbündnisses Stommelner Bürger "Leben ohne BoA".

Dirk Jansen, Geschäftsleiter des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) NRW und Sprecher des bundesweiten Aktionsbündnisses "Zukunft statt Braunkohle": "Braunkohle ist der umweltschädlichste aller Energieträger. Daran ändert auch die RWE-Ankündigung eines CO2-armen Kraftwerk nichts. Mit diesem ökologischen Feigenblatt soll der dreckigen Braunkohle ein sauberes Image verpasst werden. Dabei ist die technische Realisierbarkeit der CO2-Abscheidung ungewiss und die dauerhafte Endlagerung des Klimagases kann heute niemand garantieren." Stattdessen sei ein zukunftsfähiger Mix aus Erneuerbaren Energien, Energiespartechnologien und hocheffizienten erdgasbetriebenen Kraft­werken, die Strom und Wärme gleichzeitig erzeugen, notwendig.

"An etlichen Standorten wird demnächst über den Bau von Kohlekraft­werken entschieden. Doch überall stehen Bürger gegen die Klima­killer auf. Die Aktionstour gibt dieser entstehenden Anti-Kohle-Bewegung ein Gesicht. Sie stärkt die Proteste dort, wo Kraftwerke auf der Kippe stehen", so Christoph Bautz vom Online-Netzwerk Campact, das die Tour organisiert.

Vor der Aktion trafen die Vertreter von BUND, Campact und "Leben ohne BoA" mit Jochen Ott dem stellvertretenden Vorsitzenden der SPD in NRW zusammen. Gemeinsam mit interessierten Bürgern diskutierten sie über die regionalen als auch bundesweiten Auswirkungen der Pläne der Energiekonzerne, rund 30 neue Kohlekraftwerke in Deutschland zu errichten.

Mit dem "Kohlosaurus" zieht das Aktionsbündnis "Zukunft statt Kohle" bis Ende Oktober durch insgesamt zehn Städte, in denen demnächst über neue Kohlekraftwerke entschieden wird. Insgesamt 20.000 Luftballons werden dabei starten. Sie stehen für 20.000 Menschen, die bisher einen Online-Appell gegen neue Kohlekraftwerke unterzeichnet haben (www.zukunftstattkohle.de).

Mehr im Netz unter: http://www.campact.de/klima/tour08/home


Die Tourdaten

  • 7.10. Tourstart in Berlin
  • 8.10. Mannheim
  • 9.10. Düsseldorf
  • 10.10. Krefeld
  • 11.10. Köln
  • 13.10. Mainz
  • 14.10. Hanau/Staudinger
  • 17.10. Brunsbüttel
  • 18.10. Stade
  • 19.10. Dörpen
  • 22.10. Schwerin/Lubmin

Ihre Ansprechpartner/innen:

  • Christoph Bautz, Campact e.V.:
    bautz@campact.de, m 0163 . 595 75 93
  • Helmut Spahn, Sprecher Aktionsbündnis Stommelner Bürger "Leben ohne BoA":
    helmut.spahn@t-online.de, t 0 2238 92 50 50
  • Dirk Jansen, Geschäftsführer Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) NRW:
    dirk.jansen@bund.net, t 0 211 30 200 522

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