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Gemeinsame Pressemitteilung

Berlin, 10. Oktober 2008

Anti-Kohle-Protest auf Krefelder Neumarkt

"Dinosaurier-Technologie stoppen!"

Aktionsbündnis errichtet fünf Meter hohes Dinosaurier- Kohlekraftwerk / Teil einer bundesweiten Anti-Kohle-Tour / Öffentliche Debatte zu neuem Krefelder Kohlekraftwerk von Trianel und Bayer

Krefeld, 10.10.08: Mit einem als Dinosaurier gestalteten Kohlekraftwerk demonstrierten heute Aktive des Aktions­bündnisses "Zukunft statt Kohle" gemeinsam mit regionalen Bürgerinitiativen auf dem Krefelder Neumarkt gegen das von Trianel und Bayer geplante Steinkohlekraftwerk. Aus dem "Kohlosaurus" stiegen dabei hunderte CO2-Ballons auf, die die Gefahr der Kohleverbrennung für das Klima symbolisierten. Auf Plakaten forderten die Demonstranten: "Dinosaurier-Technologie stoppen!". Die Aktion ist Teil einer bundesweiten Anti-Kohle-Tour, die von der Klima-Allianz, als Klimaschutzbündnis aus über 100 Organisationen, der Deutschen Umwelthilfe, dem Online-Kampagnen-Netzwerk Campact und dem Portal Wir-Klimaretter.de getragen wird.

"Die Krefelder CDU hat gemeinsam mit den Grünen im September ein neues Bebauungsplanverfahren eingeleitet. Damit wird der Bau auf unbestimmte Zeit verschoben und ein neues Kraftwerk immer unwahrscheinlicher. CDU-Oberbürgermeister Gregor Kathstede darf an diesem Beschluss nicht mehr rütteln! Krefeld würde sich mit dem Neubau nicht nur in eine klimapolitische Sackgasse manövrieren. Durch Feinstäube, Schwermetalle und radioaktive Elemente aus der Kohle würden die ohnehin schon stark belasteten Menschen in der Region noch weiteren gesundheitlichen Risiken ausgesetzt", so Ulrich Grubert vom Niederrheinischen Umweltschutzverein (NUV).

Josef Tumbrinck, Vorsitzender Naturschutzbund (NABU) NRW: "Den weiteren Zubau konventioneller Kohlekraftwerken können wir uns nicht mehr leisten - sie sind klimaschädlich, ineffizient und passen nicht mehr in unsere Zeit. Jedes jetzt noch genehmigte neue Kohlekraftwerk steht in einem unauflösbaren Widerspruch zu den Klimazielen, zu denen sich die Bundesregierung verpflichtet hat. Statt Kohlekraft brauchen wir Erneuerbare Energien und kleine, flexible, erdgasbetriebene Kraft­werke."

"An etlichen Standorten wird demnächst über den Bau von Kohlekraft­werken entschieden. Doch überall stehen Bürger gegen die Klima­killer auf. Die Aktionstour gibt dieser entstehenden Anti-Kohle-Bewegung ein Gesicht. Sie stärkt die Proteste dort, wo Kraftwerke auf der Kippe stehen", so Christoph Bautz vom Online-Netzwerk Campact, das die Tour organisiert.

Vor der Aktion trafen die Vertreter von Campact, NABU und Niederrheinischem Umweltverein mit Jürgen Hengst, stellvertretender SPD-Fraktionsvorsitzender und Stefani Mälzer, Fraktionsvorsitzende der Bündnis 90/Die Grünen aus dem Krefelder Rat zusammen. Gemeinsam mit interessierten Bürgern diskutierten sie über die regionalen als auch bundesweiten Auswirkungen der Pläne der Energiekonzerne, rund 30 neue Kohlekraftwerke in Deutschland zu errichten.

Mit dem "Kohlosaurus" zieht das Aktionsbündnis "Zukunft statt Kohle" bis Ende Oktober durch insgesamt zehn Städte, in denen demnächst über neue Kohlekraftwerke entschieden wird. Insgesamt 20.000 Luftballons werden dabei starten. Sie stehen für 20.000 Menschen, die bisher einen Online-Appell gegen neue Kohlekraftwerke unterzeichnet haben (www.zukunftstattkohle.de).

Mehr im Netz unter: http://www.campact.de/klima/tour08/home


Die Tourdaten

  • 7.10. Tourstart in Berlin

  • 8.10. Mannheim

  • 9.10. Düsseldorf

  • 10.10. Krefeld, Neumarkt, 16.30 Uhr: Diskussion, 17.00 Uhr: Aktion

  • 11.10. Köln

  • 13.10. Mainz

  • 14.10. Hanau/Staudinger

  • 17.10. Brunsbüttel

  • 18.10. Stade

  • 19.10. Dörpen

  • 22.10. Schwerin/Lubmin


Ihre Ansprechpartner/innen:

  • Almut Gaude, Presse Campact e.V. :
    gaude@campact.de, t 0 42 31 . 957 446, m 0163 . 607 90 90
  • Josef Tumbrinck, Vorsitzender Naturschutzbund (NABU) NRW:
    j.tumbrinck@nabu-nrw.de, 0 211 159 25 10, m 0171 . 38 67 37 9
  • Ulrich Grubert, Niederrheinischer Umweltverein e.V.:
    nuv@gmx.de, t 0 2151 59 44 73

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