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Gemeinsame Pressemitteilung
Berlin, 09. Oktober 2008
Anti-Kohle-Protest vor Düsseldorfer Landtag
Aktionsbündnis errichtet fünf Meter hohes Dinosaurier- Kohlekraftwerk / Teil einer bundesweiten Anti-Kohle-Tour / Öffentliche Debatte zu Neubauplänen in Nordrhein-Westfalen
Düsseldorf, 9.10.08: Mit einem als Dinosaurier gestalteten Kohlekraftwerk protestierten heute Aktive des Aktionsbündnisses "Zukunft statt Kohle" gemeinsam mit regionalen Bürgerinitiativen vor dem Düsseldorfer Landtag gegen zehn neue, in NRW geplante Kohlekraftwerke. Aus dem "Kohlosaurus" stiegen dabei hunderte CO2-Ballons auf, die die Gefahr der Kohleverbrennung für das Klima symbolisierten. Auf Plakaten forderten die Demonstranten: "Dinosaurier-Technologie stoppen!". Die Aktion ist Teil einer bundesweiten Anti-Kohle-Tour, die von der Klima-Allianz, als Klimaschutzbündnis aus über 100 Organisationen, der Deutschen Umwelthilfe (DUH), dem Online-Kampagnen-Netzwerk Campact und dem Portal Wir-Klimaretter.de getragen wird.
Josef Tumbrinck, Vorsitzender Naturschutzbund (NABU) NRW: "Den weiteren Zubau konventioneller Kohlekraftwerken können wir uns nicht mehr leisten - sie sind klimaschädlich, ineffizient und passen nicht mehr in unsere Zeit. Jedes jetzt noch genehmigte neue Kohlekraftwerk steht in einem unauflösbaren Widerspruch zu den Klimazielen, zu denen sich die Bundesregierung verpflichtet hat. Mit dem Bau von zehn Kraftwerken manövriert sich Nordrhein-Westfalen in die klimapolitische Sackgasse."
"Die geplanten Anlagen würden ein weiteres halbes Jahrhundert lang hunderte Millionen Tonnen CO2 in die Luft pusten. Statt klimaschädlicher Kohlekraft brauchen wir einen zukunftsfähigen Mix aus Erneuerbaren Energien und dezentralen Gas-Kraftwerken, die Strom und Wärme gleichzeitig erzeugen und deren Leistung sich flexibel an die schwankende Stromerzeugung mit Sonne und Wind anpassen lässt," so Dirk Jansen vom Aktionsbündnis ASTR(H)EIN und Geschäftsleiter vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) NRW. Der BUND hat bereits Klagen gegen die Klimakiller-Kraftwerke in Herne, Datteln und Lünen eingereicht und bereitet eine solche gegen das in Düsseldorf geplante Steinkohlenkraftwerk vor.
"An etlichen Standorten wird demnächst über den Bau von Kohlekraftwerken entschieden. Doch überall stehen Bürger gegen die Klimakiller auf. Die Aktionstour gibt dieser entstehenden Anti-Kohle-Bewegung ein Gesicht. Sie stärkt die Proteste dort, wo Kraftwerke auf der Kippe stehen", so Christoph Bautz vom Online-Netzwerk Campact, das die Tour organisiert.
Vor der Aktion diskutierten die Vertreter von Campact, BUND und NABU mit Reiner Priggen, dem stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der Landtags-Grünen und interessierten Bürgern über die regionalen als auch bundesweiten Auswirkungen der Pläne der Energiekonzerne, rund 30 neue Kohlekraftwerke in Deutschland zu errichten.
Mit dem "Kohlosaurus" zieht das Aktionsbündnis "Zukunft statt Kohle" bis Ende Oktober durch insgesamt zehn Städte, in denen demnächst über neue Kohlekraftwerke entschieden wird. Insgesamt 20.000 Luftballons werden dabei starten. Sie stehen für 20.000 Menschen, die bisher einen Online-Appell gegen neue Kohlekraftwerke unterzeichnet haben (www.zukunftstattkohle.de).
Mehr im Netz unter: http://www.campact.de/klima/tour08/home
Die Tourdaten
7.10. Tourstart in Berlin
8.10. Mannheim
9.10. Düsseldorf
10.10. Krefeld
11.10. Köln
13.10. Mainz
14.10. Hanau/Staudinger
17.10. Brunsbüttel
18.10. Stade
19.10. Dörpen
22.10. Schwerin/Lubmin
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