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auf aktuelle politische Entscheidungen.
Gemeinsame Pressemitteilung
Berlin, 08. Oktober 2008
Anti-Kohle-Protest auf Mannheimer Marktplatz
Aktionsbündnis errichtet fünf Meter hohes Dinosaurier- Kohlekraftwerk gegen Block 9 des Mannheimer Kohlekraftwerks / Teil einer bundesweiten Anti-Kohle-Tour / Öffentliche Debatte zu Neubauplänen in Mannheim / Einwendungen noch bis 14.10. möglich
Mannheim, 8. Oktober 2008: Mit einem als Dinosaurier gestalteten Kohlekraftwerk protestierten heute Aktive des Aktionsbündnisses "Zukunft statt Kohle" gemeinsam mit dem Bündnis "Für die Energiewende - Nein zu Block 9" auf dem Mannheimer Marktplatz gegen den geplanten Kohleblock 9 im Großkraftwerk Mannheim. Aus dem "Kohlosaurus" stiegen dabei hunderte CO2-Ballons auf, die die Gefahr der Kohleverbrennung für das Klima symbolisierten. Auf Plakaten forderten die Demonstranten: "Dinosaurier-Technologie stoppen!".
Das Aktionsbündnis ruft die Mannheimer Bürger auf, bis zum 14. Oktober eine Einwendung gegen den Ausbau des Kraftwerks einzureichen. Das Bündnis "Für die Energiewende - Nein zu Block 9" hat dazu Mustereinwendungen entworfen. "Durch die neue Anlage würden jährlich rund 4,6 Millionen Tonnen CO2 und das für ein weiteres halbes Jahrhundert in die Atmosphäre geblasen - mehr als alle Energieverbraucher Mannheims zusammen erzeugen. Jetzt brauchen wir die Unterstützung der Bürger, um diesen Irrsinn zu stoppen", so Gerhard Fontagnier von der Bürgerinitiative "Für die Energiewende - Nein zu Block 9".
Gerd Rosenkranz, der Leiter Politik und Presse der Deutschen Umwelthilfe (DUH): "Jedes jetzt noch genehmigte neue Kohlekraftwerk steht in einem unauflösbaren Widerspruch zu den Klimazielen, zu denen sich die Bundesregierung verpflichtet hat. Mannheim manövriert sich mit dem Neubau in die klimapolitische Sackgasse. Statt klimaschädlicher Kohlekraft brauchen wir einen zukunftsfähigen Mix aus Erneuerbaren Energien und erdgasbetriebenen Kraftwerken, die Strom und Wärme gleichzeitig erzeugen und deren Leistung sich flexibel an die veränderliche Stromerzeugung mit Sonne und Wind anpassen lässt."
Die Aktion auf dem Mannheimer Marktplatz ist Teil einer bundesweiten Anti-Kohle-Tour, die von der Klima-Allianz, als Klimaschutzbündnis aus über 100 Organisationen, dem Online-Kampagnen-Netzwerk Campact, der Deutschen Umwelthilfe und dem Portal Wir-Klimaretter.de getragen wird.
"An etlichen Standorten soll demnächst über den Bau von Kohlekraftwerken entschieden werden. Doch überall stehen Bürger gegen die Klimakiller auf. Die Aktionstour gibt der sich formierenden Anti-Kohle-Bewegung ein Gesicht. Sie stärkt die Proteste dort, wo Kraftwerke auf der Kippe stehen", so Christoph Bautz vom Online-Netzwerk Campact.
Vor der "Kohlosaurus"-Aktion trafen die Vertreter von Campact, DUH und dem Bündnis "Nein zu Block 9" mit Ralf Eisenhauer, dem umweltpolitischen Sprecher der SPD in Mannheim und Wolfgang Raufelder, Fraktionsvorsitzender der Mannheimer Grünen zusammen. Gemeinsam diskutierten sie auf dem Mannheimer Marktplatz mit interessierten Bürgern über die regionalen und bundesweiten Auswirkungen von insgesamt rund 30 geplanten, neuen Kohlekraftwerken.
Mehr im Netz unter: http://www.campact.de/klima/tour08/home
Hinweise zu Einwendungen und Mustereinwendungen gegen das Kraftwerk unter: http://www.nein-zu-block9.de
Die Tourdaten
7.10. Tourstart in Berlin
8.10. Mannheim, Marktplatz vor dem "Alten Rathaus", 17.00 Uhr: Diskussion, 17.30 Uhr: Aktion mit dem "Kohlosaurus"
9.10. Düsseldorf
10.10. Krefeld
11.10. Köln
13.10. Mainz
14.10. Hanau/Staudinger
17.10. Brunsbüttel
18.10. Stade
19.10. Dörpen
22.10. Schwerin/Lubmin
Ihre Ansprechpartner/innen:
Almut Gaude, Presse Campact e.V. :
gaude@campact.de, t 0 42 31 . 957 446, m 0163 . 607 90 90
Gerd Rosenkranz, Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH):
rosenkranz@duh.de, t 0 30 . 24 00 867 0, m 0171 . 566 05 77
Gerhard Fontagnier, Bürgerinitiative "Nein zu Block 9":
gerhard@fontagnier.de, t 0 621 43 94 200, m 0176 . 87 15 94 60