Nimm mit 242.597 Campact-Aktiven Einfluss
auf aktuelle politische Entscheidungen.
SPD und Grüne stimmen für Minderheitsregierung. Energiepolitik bleibt Streitthema Mehr
Die Delegationen von Jürgen Rüttgers und Hannelore Kraft sondierten gestern im Hotel Maritim die letzte der noch offenen Koalitionsmöglichkeiten. Mehr
Düsseldorf. Umweltschützer haben am Mittwoch vor dem Landtag demonstriert. Das Kampagnen-Netzwerk Campact will die Abgeordneten dazu bewegen, den Klimaschutz-Paragraphen 26 im Gesetz zur Landesentwicklung nicht zu streichen. Ein entsprechender Beschluss soll in zweiter und möglicherweise auch dritter Lesung im Parlament gefasst werden. Mehr
Die Koalitionsverhandlungen zwischen SPD und der Linken gehen in die vorletzte Runde. Schwerpunktthemen am Montag sind Verkehr, Umwelt- und Landwirtschaftspolitik sowie Europa. Mehr
Potsdam (dpa) SPD und Linkspartei in Brandenburg sind Montagmittag zur vorletzten Runde der Koalitionsverhandlungen zusammengekommen. Bei einer Protestaktion von Umweltschützern vor dem Potsdamer Tagungshotel gegen neue Braunkohletagebaue bekräftigte die Linke-Fraktionschefin Kerstin Kaiser die Position ihrer Partei, vorrangig auf erneuerbare Energien zu setzen. Die Koalitionspartner wollen über Zuschnitt und Verteilung der Ressorts beraten. Zur Debatte stehen auch die Themen Verkehr, Infrastruktur, Europa, Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz. Mehr
Zum Auftakt der fünften Gesprächsrunde der Brandenburger Koalitionsverhandlungen zwischen SPD und Linkspartei haben Gegner des Braunkohleabbaus vor dem Konferenzort in Potsdam gegen die Einrichtung neuer Tagebaue protestiert. Mehr
Mehrere Umweltverbände Brandenburgs und die Klima-Allianz haben heute eine Online-Aktion gegen die Braunkohlepolitik der künftigen rot-roten Landesregierung gestartet. Damit soll die Linke an ihr Wahlversprechen erinnert werden, keine neuen Braunkohletagebaue zu genehmigen. Das teilten die beteiligten Verbände Bund, Nabu, Grüne Liga, Robin Wood, die Klima-Allianz und Campact in einer gemeinsamen Presseerklärung mit. Mehr
Anti Kohle Protest vor dem Marler Rathaus. Kampagnenbündnis aus Campact, BUND, Klima-Allianz und BLU demonstrieren gegen geplantes Evonik Kohlekraftwerk mit einem "Kohlosaurus" und führen öffentliche Diskussion mit Vertretern aus Politik und Kirche. Mehr
Normalerweise ist der Rathaus-Vorplatz dienstags um 11 Uhr majestätisch leer. Doch dieses Mal ging es hier um ein Weltproblem, bei dem die Stadt auch eine Rolle spielt: Um CO2 und die Bedeutung von Kohlekraftwerken. Mehr
Vor dem SPD-Parteitag erhöhen Umweltgruppen den Druck, sich im Wahlprogramm gegen neue Kohlekraftwerke auszusprechen. VON MALTE KREUTZFELDT Mehr
Unter dem Motto „Wir lassen uns nicht verkohlen“ demonstrierten am Samstag 1.500 Menschen in Krefeld-Uerdingen gegen das dort geplante Steinkohlekraftwerk und für Klimaschutz und saubere Luft. Die von Trianel, “Deutschlands führender Stadtwerkekooperation“, und dem Leverkusener BAYER-Konzern geplante Anlage mit einer Feuerungswärmeleistung von 1.705 Megawatt sei ebenso überflüssig wie klima- und gesundheitsschädlich. Mehr
Mit den geforderten CCS-Auflage für neue Kohlekraftwerke ist Umweltminister Sigmar Gabriel offenbar nicht gut angekommen bei den Kohlefreunden der SPD. Wie die taz berichtet, hat die Programmkommission den Vorschlag des Ministers für das SPD-Wahlprogramm abgelehnt. Mehr
Mit einem Riesendinosaurier protestierte das Aktionsbündnis »Zukunft statt Kohle« am Montag in Berlin vor der Berliner Klimakonferenz. Mehr
Umweltminister Gabriel fordert schnelle Maßnahmen gegen die Folgen des Klimawandels. Umweltverbände wollen "Vermeidung vor Anpassung". VON NADINE MICHEL Mehr
Wie das wohl "Patenkind" Knut findet? Umweltminister Gabriel stärkt dem Versorger KMW für den Bau seines Großkraftwerks auf der Ingelheimer Aue den Rücken. Mehr
Das neue Steinkohlekraftwerk in Hamburg-Moorburg wird nach einem Zeitungsbericht deutlich teurer als geplant. Bisher hatte der Energiekonzern Vattenfall rund zwei Milliarden Euro für das Kraftwerk veranschlagt. Nach Informationen des "Tagesspiegels" (Mittwochausgabe) sind jedoch nun zusätzliche Investitionen von rund 600 Millionen Euro erforderlich. Mehr
Mehrere hundert Umweltschützer haben am Sonnabend in Brunsbüttel (Kreis Dithmarschen) gegen den Bau neuer Kohlekraftwerke demonstriert. Sie begründeten ihre Forderung unter anderem mit Millionen Tonnen des klimaschädlichen Kohlendioxids, die von den Kraftwerken über mehrere Jahrzehnte hinweg ausgestoßen würden. Nach Ansicht der Demonstranten - darunter als Rednerin auch die stellvertretende Vorsitzende der Bundestagsfraktion der Grünen, Bärbel Höhn - verseuchen die Kraftwerke außerdem durch den Ausstoß von Schadstoffen und Feinstäuben Boden, Luft und Wasser und gefährden die Gesundheit der Bevölkerung. Mehr
Mit einem sechs Meter hohen Kohle-Dinosaurier haben Umweltschützer am Montag in Potsdam auf das Volksbegehren "Keine neuen Tagebaue" aufmerksam gemacht. Bis zum 9. Februar brauchen sie 80.000 Stimmen. Mehr
Und wieder hat sich der Protest gelohnt: Die Bürgerinitiativen im Alten Land haben ein 800-Megawatt-Kohlekraftwerk weggeklagt. Nach einem Eilantrag der Bürgerinitiative gegen das Vorhaben des belgischen Konzerns Electrabel hatte das Oberverwaltungsgericht Lüneburg Ende Dezember erkennen lassen , dass es den bisherigen Bebauungsplan für fehlerhaft hält. Mehr
Europa denkt ans Klima: Mit überwältigender Mehrheit hat das EU-Parlament dem Kompromiss der Regierungen zugestimmt. Die Mitgliedsstaaten sind jetzt verpflichtet, bis 2020 ihren Ausstoß an Treibhausgasen um 20 Prozent im Vergleich zu 1990 zu senken. Mehr
Der Klimagipfel im polnischen Poznan ist zu Ende. Zum Abschluss blockierten die Industriestaaten einen Vorstoß der armen Länder. Greifbare Ergebnisse gibt es kaum. Mehr
Deutschland spielt gern den Umweltschutz-Pionier der Weltpolitik. Doch bei den Verhandlungen über das EU-Klimapaket gibt sich Angela Merkel als Anwältin der Industrie. Die weltweit aufbrandende Kritik lässt sie kalt. Mehr
Eine überdimensionale Angela Merkel im Superman-Kostüm, die von allen Seiten von Konzernlobbyisten bedrängt wird: Die Aktion von Umweltschützern am Mittwoch vor dem Kanzleramt in Berlin sollte Merkel auf ihrem Weg nach Brüssel an frühere europäische Großtaten mahnend erinnern. Mehr
Berlin (dpa) - Eine überdimensionale Angela Merkel im Superman-Kostüm, die von allen Seiten von Konzernlobbyisten bedrängt wird: Die Aktion von Umweltschützern am Mittwoch vor dem Kanzleramt in Berlin sollte Merkel auf ihrem Weg nach Brüssel an frühere europäische Großtaten mahnend erinnern. Mehr
Die Sache wäre vermutlich nicht so kompliziert, wenn es nur um Klimaschutz ginge. Geht es aber nicht: Der Kompromiss, den Kanzlerin Angela Merkel heute in Brüssel aushandelt, wird das Projekt "Erneuerung der CDU" entscheiden.
Drei Themen hatte sich Merkel gesetzt, um die Union zu erneuern: Bildung, Familie und Klimaschutz. Bei der Bildung ist sie gescheitert, ihre Familienpolitik hat die Konservativen dagegen tatsächlich aus der verstaubten Ecke geholt. Der Spielstand "alte CDU" gegen "neue Merkel-Union" steht also eins zu eins. Die Verhandlungen zum Klima- und Energiepaket in Brüssel sind Merkels Entscheidungsspiel. Mehr
Von der "Miss World" zur "Madame No": Für Angela Merkel wird der EU-Gipfel zur Bewährungsprobe. Die Kanzlerin muss zeigen, wie Klimaschutz und Maßnahmen gegen die Konjunkturkrise in Einklang zu bringen sind. Dafür ist sie bereit, das deutsche Portemonnaie zu zücken. Mehr
Man muss sich die Bilder noch einmal vor Augen rufen, die 2007 von Angela Merkel um den Globus gingen: Es sind Bilder aus Brüssel und Heiligendamm, und sie zeigen eine Kanzlerin, die den Klimaschutz stolz aufs Schild ihrer Partei und der Weltpolitik hob. Auf dem Frühjahrestreffen der EU-Regierungschefs in Brüssel wurden ehrgeizige Klimaziele verabredet; beim Treffen der größten Industrienationen in Heiligendamm gelang es Merkel, sogar die größte Dreckschleuder der Erde, die USA, für mehr Umweltschutz zu erwärmen. 2007 war ein gutes Jahr für das Klima und die Kanzlerin. Mehr
Positionierung vor dem EU-Gipfel: Angela Merkel fürchtet die Auswirkungen der EU-Klimaschutzbeschlüsse auf die deutsche Wirtschaft. Arbeitsplätze dürften nicht gefährdet werden, fordert die Kanzlerin. Ex-Umweltminister Töpfer widerspricht - und warnt vor einem unverantwortlichen Richtungswechsel. Mehr
Um das EU-Klimapaket zu retten, sollen Länder mit hohem Kohleanteil an der Energieerzeugung bis 2019 eine Sonderregelung bekommen. Mehr
11.000 Delegierte arbeiten seit Montag im polnischen Poznan an einem neuen weltweiten Klimaabkommen. Der polnische Umweltminister meint, die Hälfte sei schon geschafft. Polen wehrt sich gegen Vorwurf, der falsche Verhandlungsführer zu sein Mehr
Im polnischen Posen beginnt am Montag (01.12.08) eine weitere UN-Klimakonferenz. Sie soll einen Nachfolgevertrag für das Kyoto-Protokoll vorbereiten. Sven Harmeling von "Germanwatch" zieht eine Zwischenbilanz: "Die Richtung stimmt, aber wir sind zu langsam."
Sven Harmeling ist Referent für Klima und Entwicklung bei "Germanwatch". Als Vertreter dieser Bonner Umwelt- und Entwicklungsorganisation nimmt der 31-Jährige an der UN-Klimakonferenz in Posen teil. "Germanwatch" gehört zu einem Netzwerk von Nicht-Regierungsorganisationen, das bei der zweiwöchigen Konferenz mitarbeitet.Mehr
Gesucht wird ein Gerüst zur Nachfolge des Kioto-Protokolls. Ob das gelingt, hängt von den europäischen Regierungschefs ab. Wer bringt die Verhandlungen voran? Mehr
Schweizer Stromproduzenten beteiligen sich mit Millionen in neue, klimaschädliche Kohlekraftwerke im Ausland. Rätia Energie will gar 50 Prozent des grössten deutschen Kohlewerks Brunsbüttel übernehmen. Dies ergaben Recherchen von «10vor10». Mehr
Stromkonzerne investieren in ausländische Kohlekraft Schweizer Stromproduzenten beteiligen sich mit Millionen in neue, klimaschädliche Kohlekraftwerke im Ausland. Rätia Energie will gar 50 Prozent des grössten deutschen Kohlewerks Brunsbüttel übernehmen. Dies ergaben Recherchen von «10vor10». Mehr
Das von Kraftwerke Mainz-Wiesbaden (KMW) geplante Kohlekraftwerk auf der Ingelheimer Aue, zwischen Wiesbaden und Mainz, wird im Falle eines Regierungswechsels in Hessen an politischen Rückhalt verlieren. Mehr
Wenn Sigmar Gabriel in Form ist, dann wettert er gern: gegen Grüne, Umweltschützer, lokale Bürgerinitiativen, kurz: gegen alle, die derzeit republikweit gegen den Bau neuer Kohlekraftwerke Sturm laufen. Ist der Umweltminister entnervt vom Dauerkonflikt um den neuralgischen Punkt für den deutschen Klimaschutz, dann sagt er schon mal: "Mir ist völlig piepe, wie viele Kohlekraftwerke gebaut werden - wenn die C02-Ziele gehalten werden." Nur: Dass beides zusammengeht, bezweifelt jetzt ausgerechnet eine Expertise, die der Umweltminister selbst in Auftrag gegeben hat.
MehrFünf Meter hoch war das "Dinosaurier-Kohlekraftwerk", mit dem gestern Aktive des Aktionsbündnisses "Zukunft statt Kohle" gemeinsam mit regionalen Bürgerinitiativen auf dem Gutenbergplatz gegen das von der Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG (KMW) geplante Kohlekraftwerk demonstrierten. Mehr
„Mehr als 25 neue Kohlekraftwerke sind für die nächsten Jahre geplant, davon allein elf in Nordrhein-Westfalen“, kritisierte Dirk Jansen, Landesgeschäftsführer des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (Bund). „NRW ist so schon Klimakiller Nummer eins.“ Mit einem CO-Ausstoß von 300 Millionen Tonnen im Jahr und 16 Tonnen pro Bürger „sind wir auf einem Level wie in den USA“. Mehr
Der blaue Himmel färbt sich schwarz, als aus dem riesigen „Kohlosaurus“ Luftballons mit der Aufschrift „CO2“ aufsteigen. Das Tier, dessen Bauch einem riesigen Kraftwerk-Schlot ähnelt, steht als Zeichen gegen die urzeitlichen Energietechniken, die zu Umweltverschmutzung und einem hohen Ausstoß von Kohlendioxid führen. Mehr
Tausende Luftballons ließen die Demonstranten aus dem fünf Meter hohen und wie ein Dinosaurier gebastelten "Kohlekraftwerk" aufsteigen, um so gegen die Gefahr für das Klima durch den Kohlendioxid-Ausstoß aufmerksam zu machen, erklärte das Aktionsbündnis "Zukunft statt Kohle". Der Berliner Aktion sollen weitere Proteste in einer bundesweiten Anti-Kohle-Tour durch zehn Städte folgen. An mehr als 20 Standorten in Deutschland planen die großen Energiekonzerne sowie einige Stadtwerke neue Kohlekraftwerke. Mehr
Berlin (2.10.2008): Ein breites Aktionsbündnis von Umwelt-Organisationen startet am 7.10. vor dem Bundeskanzleramt eine Tour durch Städte, in denen neue Kraftwerke geplant sind. Die Kraftwerke werden nachgebaut – als Dinosaurier. Mehr
Die Auswirkungen des Klimawandels treffen Europa stärker als bisher
angenommen. Der Temperaturanstieg und extreme Wetterphänomene wie heiße Sommer,
überdurchschnittliche Niederschlagsmengen und dadurch verursachte Fluten sowie damit
verbundene Gesundheitsprobleme werden bis Ende des Jahrhunderts deutlicher zunehmen, als in
der IPCC-Studie 2007 für Kontinentaleuropa vorausgesagt wurde.
Mehr
Eine bunte Truppe von Kohlegegnern demonstriert in Jänschwalde und Hanau gegen die Pläne von Vattenfall und Eon. Die Menschen fordern: "Kohle nur noch zum Grillen".
MehrDie Umweltschutzorganisation Greenpeace wirft der Bundesregierung eine massive Vergabe umweltschädlicher Subventionen und Steuervergünstigungen vor. Derzeit beliefen sich die entsprechenden Zahlungen laut Greenpeace auf 34,5 Milliarden Euro pro Jahr.
Vor allem in den Bereichen Energieerzeugung und Verkehr werde der Schutz der Umwelt durch milliardenschwere Steuergeschenke torpediert. Die Organisation beruft sich auf eine Studie, die das Forum Ökologisch-soziale Marktwirtschaft in ihrem Auftrag erstellt hatte.
MehrWie Berlin Vattenfall dabei hilft, einen Klimakiller salonfähig zu machen. Bei der Stromerzeugung in Kraftwerken entsteht Hitze, die man entweder in die Luft oder ins nächstbeste Gewässer leiten kann, wie es die Energiekonzerne bei ihren Kraftwerken auf dem platten Land tun. Bis zu 60 Prozent der eingesetzten Kohle werden dort zu Thermo-Müll. Mehr
Die Entscheidung zum Bau des Kohlekraftwerks Moorburg gefährdet entweder die Koalition oder die Senatskasse. Vattenfall könnte bis zu 1,4 Milliarden Euro Entschädigung fordern. Mehr
Angesichts der zahlreichen neuen Kohlekraftwerke, die in ganz Deutschland geplant sind, formiert sich bundesweit Protest. Die Konzerne sind überrascht und fürchten um ihre Planungssicherheit. Mehr
Keine Angst vorm Blackout: Rein rechnerisch laufen 2008 drei deutsche Atomkraftwerke nur für den Export. Und erstmals werden wohl über 100 Milliarden Kilowattstunden Ökostrom produziert. Mehr
Mit Kraftwerken, die CO2 in Erdspeicher ableiten, ließen sich die Treibhausgase nach einer Studie um ein Drittel senken. Mehr
Klimadebatte hin, hohe Energiepreise her: „Die Leute wollen ihr Verhalten nicht ändern.“ Das hat Konrad Götz vom Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) in Frankfurt bei Interviews herausgefunden. Er untersucht gemeinsam mit dem Institut für solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg, welche Informationen sich Verbraucher von einem „intelligenten Stromzähler“ wünschen. Der Zähler könnte helfen, Strom zu sparen, aber „leider kann er nicht anzeigen, welches Gerät besonders viel Strom verbraucht“, bedauert Götz. Die Leute wollten ihren Lebensstandard und ihre Gewohnheiten beibehalten, „das aber gerne mit einem geringeren Stromverbrauch“. Mehr
In Deutschland entsteht eine Bewegung gegen neue Kohlekraftwerke. Aber kann das Land auf Atom und Kohle verzichten? Merh
Politik im guten bürgerlichen Sinn fängt nicht mit Zielvorgaben an, sondern mit einer Beurteilung der Lage. Die Menschen erwarten von ihrer Regierung nicht nur Gesten des Bemüht-Seins, sondern Aufklärung über Engpässe und Kräfte ihres Landes. Seit einem Jahr läuft nun eine wahre Preisrevolution bei Energie und Lebensmitteln, aber der politische Diskurs lässt sich auf eine Erörterung der neuen Umstände kaum ein. Mehr
Der Bau von Kohlekraftwerken, auf die Deutschland angewiesen ist, solange es am Ausstieg aus der Kernenergie festhält, stösst zunehmend auf Widerstand. Anders als beim Streit um Atomkraftwerke machen die Auseinandersetzungen nicht an Parteigrenzen halt. Mehr
Bodenerosion, Überschwemmungen, Trinkwassermangel, Stürme schränken nicht nur Überlebensräume und -chancen ein, sondern vertiefen bestehende Problemlagen. Die Asymmetrie zwischen begünstigten und benachteiligten Ländern wächst - und damit zugleich die Kluft zwischen den Chancen, Probleme zu bewältigen. Mehr
Mit einer Sackgasse aus Kohlesäcken warnt das Bündnis „Zukunft statt Kohle!" die Bundesregierung vor den klimapolitischen Folgen einer weiteren Generation konventioneller Kohlekraftwerke. Aktivisten entrollten heute vor dem Kanzleramt in Berlin den Schriftzug „Zukunft statt Kohle!" – gebildet aus den Namen der mehr als 12.600 Unterzeichner/innen eines Online-Appells (http://www.zukunftstattkohle.de). Die Aktion fand anlässlich der Beratungen des „Integrierte Energie- und Klimaschutzprogramm" (IEKP) im Bundeskabinett statt. Mehr
Für den einen ist es Duplo, für den anderen die längste Praline der Welt. Das gestern im Kabinett beschlossene Energiesparkonzept der Bundesregierung versucht Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) als größtes Klimaschutzpaket der Welt zu verkaufen. Andere sehen darin eher eine Mogelpackung. Wie zum Beispiel der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU), der gestern sein Gutachten präsentierte: Der Ratsvorsitzende Hans-Joachim Koch bezweifelte, ob die anspruchsvollen Ziele erreicht werden könnten. Die auf der Kabinettsklausur vor einem Jahr in Meseberg beschlossenen Maßnahmen hätten in der Ressortabstimmung "problematische Federn gelassen". Mehr
Im zweiten Teil des Klimapaketes, das das Bundeskabinett beschlossen hat, stehen unter anderem Regelungen für die Häusersanierung im Mittelpunkt. Den Umwelt- und Naturschutzverbänden gehen die Beschlüsse und Pläne zum Klimaschutz nicht weit genug: Sie wollen mehr. Mehr
Angesichts steigender Energiepreise arbeiten SPD, Zechenbetreiber RAG und die Gewerkschaft IG BCE am Ausstieg aus dem Kohleausstieg. Grüne halten das für "Wahnsinn". Mehr
In die Menge vor dem Kraftwerk kommt Bewegung. Arme zeigen über das Haupttor des Großkraftwerks Mannheim auf den schwarzen Berg aus Schlacke. Darauf: ein Eisbär, der - von der Polizei vorne unentdeckt - den Berg von hinten erklommen hat. Er rammt die Attac-Fahne in den Gipfel, schüttelt seine Tatzen, stampft und brüllt. "Eure Kohle killt das Klima" - das Transparent zu seinen Füßen ist eine Klageschrift. Seinen Artgenossen in der Arktis schmilzt das Eis unter den Füßen weg. Mehr
Die Bundesregierung hat den Termin für neue energie- und klimapolitische Beschlüsse auf den 18. Juni verschoben. Es gebe "zu einer Reihe von Themen noch Beratungsbedarf", begründete Regierungssprecher Ulrich Wilhelm die Entscheidung. Mehr
Kohlekraft? Nein Danke! Auf die Anti-Atomkraft-Bewegung folgt nun der Kohleboykott. Kohlekraftgegner haben am Montag ihren Widerstand gegen Energie aus Kohle tatkräftig umgesetzt: Unmittelbar vor dem Kohlekraftwerk Mannheim stoppten sie einen Güterzug, der den Nachschub des Brennstoffs transportierte. Die Kohlegegner fordern zudem, keine neuen Kohlekraftwerke zu bauen. Mehr
SPD-Chef Kurt Beck, der Fraktionsvorsitzende Peter Struck und SPD-Umweltminister Sigmar Gabriel wollen sich gemeinsam für den Neubau von hocheffizienten Kohlekraftwerken in Deutschland einsetzen. Mehr
Die Energiewirtschaft schaut auf Hamburg: Das geplante Vattenfall-Kohlekraftwerk in Moorburg ist zum Symbol für die Zukunft der Kohlekraft in ganz Deutschland geworden. Denn - so die einhellige Meinung - sollte selbst ein Kohlekraftwerk mit einem Wirkungsgrad von 46,5 Prozent (im Durchschnitt liegt er bei 38 Prozent) und den zahlreichen zusätzlichen Umweltauflagen nicht genehmigt werden, haben auch andere Kraftwerksprojekte in Deutschland keine Chance. Und das sind nicht wenige: Insgesamt 27 Stein- und Braunkohlekraftwerke sind derzeit in der Bundesrepublik geplant oder befinden sich im Genehmigungsverfahren. Mehr
Der Klimawandel hat Nordrhein-Westfalens konservativ-bürgerliche Landesregierung erreicht: In Essen hat das von CDU und FDP gestellte Kabinett erstmals Klimaschutzziele für das größte Bundesland vorgestellt. Verglichen mit dem Referenzjahr 1990 soll der Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid bis 2020 um 33 Prozent sinken.
Das Ziel verkündete CDU-Wirtschaftsministerin Christa Thoben gestern auf einem von der Landesregierung organisierten halbtägigen Kongress - für Klimaschutz ist in Düsseldorf nicht der Umweltminister, sondern das Wirtschaftsministerium zuständig. Allerdings bliebe NRW damit hinter den Klimaschutzzielen der Bundesregierung zurück: Die hatte sich letztes Jahr in ihren Meseberger Beschlüssen auf eine CO2-Reduktion von 40 Prozent festgelegt. Mehr
Das Öl des 21. Jahrhunderts liegt nicht tief unter der Erde - sondern darauf: Sonnenstrahlen. "Sonne ist der 'hidden asset' Nordafrikas und des Nahen Ostens", sagt Gerhard Knies. Hidden asset - das bedeutet "verborgenes Kapital". Knies ist Sprecher der Trans-Mediterranean Renewable Energy Cooperation - kurz TREC. Ein Netzwerk von Wissenschaftlern und Politikern verschiedener Länder, die sich vorgenommen haben Europas Energieproblem zu lösen. Mehr
Es soll ein ganz großer Wurf werden. Ein entscheidender Beitrag zur Rettung des Planeten und Beleg dafür, dass Europa eine Führungsrolle in der Welt spielen kann: Die EU will den Ausstoß von Treibhausgasen radikal mindern. Auch Deutschland, das beim Klimaschutz als Musterknabe gilt, wird sich noch mehr anstrengen müssen. Das gilt gleichermaßen für Industrie und Verbraucher. Mehr
Pläne, CO2-Gase unter die Erde zu pumpen, erleben ein Fiasko: Ein norwegisches Pilotprojekt wird gestoppt, ein anderes verschoben. Der Grund: Das Verfahren ist zu teuer. Mehr
Verbraucher werden beim Bezug von Ökostrom oft an der Nase herum geführt. Konsumentenschützer und Energiepolitiker üben Kritik am Handel mit Stromzertifikaten und sprechen von Täuschung. Mehr
Die deutsche Energieagentur (Dena) sieht die Klimaziele der Bundesregierung bei Ökostrom gefährdet. Verzögerungen beim Ausbau des Hochspannungsnetzes könnten dazu führen, dass die Pläne, den Anteil der grünen Elektrizität bis 2015 auf 20 Prozent zu pushen, nicht erreicht werden können.Mehr
Die Bilanz der UN-Klimakonferenz auf der Sonneninsel Bali fällt in den Kommentaren deutscher Zeitungen überwiegend düster aus. Ihrer Ansicht nach wurden die überzogenen Erwartungen mit der ungenauen Absichtserklärung enttäuscht.Mehr
Rund 3000 Demonstranten fordern vor den Kraftwerken in Grevenbroich eine Umkehr in der Energiepolitik. Die Kundgebung verlief ohne Zwischenfälle. Mehr
Rund 3.000 Menschen demonstrieren in Mitte für den Klimaschutz. Der Protest ist für viele von ihnen auch ein Test, ob die Debatte über die Folgen der Erderwärmung bei den Berlinern etwas bewirkt hat. Mehr
Science-Fiction-Märchen der Stromindustrie oder Beitrag für den Klimaschutz: CCS, das Einsammeln und Speichern von CO2. Ein Pro & Contra. Mehr
Werden Eon, RWE, Vattenfall und EnBW grün und stellen sich den Herausforderungen des Klimaschutzes? Die Konzerne präsentieren sich in der Werbung als verantwortungsvolle Unternehmen, die auf Energie aus Gezeitenkraftwerken setzen und verstärkt Biogas nutzen wollen. Eon beteiligt sich mittlerweile an vier großen Windparks auf dem Meer. RWE hat das Geschäft mit erneuerbaren Energien gebündelt und öffentlichkeitswirksam Fritz Vahrenholt vom Windanlagenhersteller Repower als Spartenchef vorgestellt. Sind diese Aktivitäten authentisch? Wollen Eon, RWE & Co. nicht mehr Teil des Problems, sondern Teil der Lösung beim Klimaschutz sein? Mehr
Kopenhagen. In Dänemark ist der Bau neuer Kohlekraftwerke wegen zu großer Umweltbelastung verboten. Dies hindert den dänischen Staatskonzern Dong Energy nicht, zwei Milliarden Euro in die Errichtung einer mit Kohle betriebenen Anlage in Mecklenburg-Vorpommern zu investieren.Mehr
Als deutschen Beitrag zur Weltklimakonferenz auf Bali hat die Bundesregierung am Mittwoch ein umfangreiches Klimaschutzprogramm beschlossen.Mehr
"Bild" ruft zum "Licht aus"-Tag auf. Die taz fordert: Licht an - und Energiebirnen einsetzen! Wenn 50 Prozent unserem Aufruf folgen, spart das 2,5 Millionen Tonnen CO2 im Jahr. Mehr
Am Samstag wird die BILD-Zeitung Deutschland dazu aufrufen, fünf Minuten lang das Licht auszuschalten - für den Klimaschutz. An der Aktion beteiligen sich Umweltorganisationen wie WWF und Greenpeace. Toralf Staud reicht das nicht. Er organisiert eine Aktion, die sich als sinnvolle Alternative zum BILD-Engagement versteht: "Licht aus! Für unser Klima".Mehr
Am kommenden Samstag soll für fünf Minuten das Licht ausgeschaltet werden, um dem Klima zu helfen. Wir möchten die Zeit besser nutzen und starten daher die Aktion: "Licht an - Aber richtig!" Mehr
Die Bundesregierung hat ihr Energie- und Klimaprogramm beschlossen. Der deutsche Treibhausgas-Ausstoß soll bis 2020 um 40 Prozent sinken.Mehr
Die Wissenschaft ist sich über die Basisfragen zum Klimawandel einig wie selten. Für alle Zweifler hier noch einmal die wichtigsten Argumente.Mehr
Strom in Steinkohle-Kraftwerken zu produzieren, ist weitaus klimaschädlicher als mit Gas oder auf Basis erneuerbarer Energien. Es droht in wenigen Jahren aber auch unwirtschaftlich zu werden: Bei einer Versteigerung der für den Kraftwerksbetrieb nötigen CO2-Emissionsrechte, die im Rahmen des EU-Emissionshandels ab 2012 kommen könnte, würden sich Investitionen in die Großanlagen nicht mehr rechnen.Mehr
Herr Gabriel, auf Bali soll über ein Folgeabkommen für das Kyoto-Protokoll verhandelt werden. Wie kann man glaubwürdig verhandeln, wenn selbst die EU weit entfernt ist, das geltende Abkommen einzuhalten? Mehr
ENERGIEPOLITIK. Ist NRW zu einseitig ausgerichtet? Sind die Klimaschutzziele gefährdet? Überzeugende Konzepte fehlen. Mehr
Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) hat eine detaillierte Prüfung der von Greenpeace veröffentlichten aktuellen Liste der geplanten Kohlekraftwerke angekündigt. In der vergangenen Woche hatte Gabriel nach der Veröffentlichung einer Studie der Umweltschutzorganisation kritisiert, dass Greenpeace von 25 geplanten Kohlekraftwerken ausgeht. Er behauptete, in Deutschland seien nur neun Kohlekraftwerke geplant. Nachdem Greenpeace daraufhin eine aktuelle Liste der Bauprojekte veröffentlicht hatte, gab Gabriel jetzt gegenüber Greenpeace erstmals zu, dass mit dem Bau von 25 Kohlekraftwerken die Klimaschutzziele der Bundesregierung nicht erreicht werden könnten. Greenpeace fordert vom Umweltminister klare Informationen darüber, welche 15 Kohlekraftwerke nicht gebaut werden. Mehr
[...] CO2-Europameister ist Nordrhein-Westfalen, allen voran die Stadt Grevenbroich. Die Stadt bei Düsseldorf betreibt 27 Druckkessel, die von drei Braunkohlekraftwerken befeuert werden - ein Grund, warum das Europäische Schadstoffemissionsregister EPER Grevenbroich jetzt an die oberste Stelle seiner Liste der zehn dreckigsten Städte Europas setzte. Mehr
Der Energiekonzern RWE hat den Bau eines neuen Steinkohlekraftwerks abgesagt. Grund ist der Bürgerprotest am geplanten Standort im saarländischen Ensdorf. Die Bevölkerung hatte sich zu 70 Prozent gegen das Zwei-Milliarden-Euro-Projekt ausgesprochen. Mehr
Der geplante Bau des Kohlekraftwerks Moorburg erregt in der Bürgerschaft die Gemüter: SPD und GAL sehen den Senat als Klimakiller, der aber verteidigt den Kraftwerksbau als Beitrag zum weltweiten Klimaschutz. Mehr
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) hat sich kritisch über das geplante Kohlekraftwerk Moorburg geäußert. Der Ausstoß von dann mehr als acht Millionen Tonnen des klimaschädlichen Kohlendioxids (CO2) würde Vattenfall teuer zu stehen kommen, sagte der Minister gestern bei einer Veranstaltung mit dem SPD-Spitzenkandidaten Michael Naumann. Mehr
[...] Die von Greenpeace in Auftrag gegebene Studie kritisiert vor allem die unverbindlichen Maßnahmen für die deutschen Kraftwerke. So sollen etwa die Kapazitäten bei den Kohlekraftwerken bis 2020 ausgebaut werden. Die Folge: Im Kraftwerkssektor werden die CO2-Emissionen laut Greenpeace sogar ansteigen. Mehr
Deutschland hält beim Klimaschutz nicht, was es verspricht. Das monieren die Vereinten Nationen. Der Leiter des UN-Klimasekretariats, Yvo de Boer, sagte am Rande einer Klimakonferenz im afrikanischen Tunis der taz: "Ich war sehr beeindruckt, dass sich Deutschland vorgenommen hat, die Kohlendioxid-Emissionen bis 2020 um 40 Prozent zu reduzieren." Doch nun frage er sich "wie dieses Ziel erreicht werden soll, wenn die Regierung 25 Kohlekraftwerke bauen lässt." Mehr
Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff hat sich beim Bezirksparteitag der CDU Osnabrück-Emsland nachdrücklich für den Bau eines Kohlekraftwerkes in Dörpen ausgesprochen. Mehr
Senat und Vattenfall haben sich am Mittwoch nach monatelangem Streit auf den Bau eines neuen Steinkohlekraftwerks in Moorburg geeinigt. Das Kraftwerk soll 2012 ans Netz gehen mit einer elektrischen Bruttoleistung von 1654 Megawatt. Der Senat erteilt dem Energiekonzern eine vorgezogene Baugenehmigung. Im Gegenzug hat sich Vattenfall zu zusätzlichen Klimaschutzmaßnahmen verpflichtet. Kaum war die Einigung erzielt, keimte bei Umweltverbänden und der Opposition in der Bürgerschaft die Frage auf, ob dieses Kraftwerk trotz des Vertrags noch zu verhindern ist. Mehr
Es geht um Kohle und Vattenfall und mehr. Greenpeace-Kletterer haben heute morgen zwei 16 qm grosse Banner an den historischen Fahnenmasten vor dem Hamburger Rathaus gehisst. "Klimaschutz statt Kohle-Ole! Kohlekraftwerk Moorburg stoppen!" Mehr
Über 2000 Menschen protestieren momentan gegen den Bau des größten Kohlekraftwerkes in Europa in Neurath bei Düsseldorf. Demonstranten mit farbenfrohen Klamotten und witzigen Frisuren, die seit Stunden auf dem Baugelände stehen und Plakate schwenken. Und die übrigens nicht real sind.
Es handelt sich im eine virtuelle Menschenkette, die vom Online-Netzwerk Campact und der Klima-Allianz, einem Bündnis von mehr als 80 Organisationen, initiiert wurde. Mit der Menschenkette, die seit Donnerstag unter www.klima-aktion.de online ist, sollen Bürger und Bürgerinnen gegen den Neubau von Kohlekraftwerken protestieren können. Mehr
Umweltschützer haben am Donnerstag im Internet gegen den umstrittenen Bau eines Braunkohlekraftwerks in Grevenbroich am Niederrhein protestiert. Bis zum Mittag hatten mehr als 2000 Kraftwerksgegner zum Thema "Hand in Hand gegen die Kohle-Lobby!" virtuell Flagge gezeigt.Mehr
Der Hamburger Senat und der Energieversorger Vattenfall haben sich auf den Bau des umstrittenen Steinkohlekraftwerks Moorburg geeinigt. Das Unternehmen verpflichtet sich unter anderem, für mehr Umwelt- und Klimaschutz 120 Millionen Euro zusätzlich zu investieren. Im Gegenzug wird die Stadt eine Sofortgenehmigung für den Baubeginn erteilen. Mehr
Die Bundesregierung setzt in ihrer Klimapolitik auf die Entwicklung des "kohlendioxidfreien Kohlekraftwerks". Doch Kritiker halten das Projekt für wirtschaftlich unsinnig. Mehr
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) rät dazu, den deutschen Ausstieg aus der Kernenergie zu überdenken. Ohne einen Ausstieg aus der Kernenergie wären die «ambitionierten Klimaziele» schneller zu erreichen, sagte Merkel auf dem deutschen Steinkohletag am Dienstag in Essen. Mit dem Beschluss des Bundestages seien «Weichen gestellt» worden, die das Erreichen der Klimaziele erschwerten. Mehr
Regionales Vernetzungstreffen in Wiesbaden fordert den sofortigen Baustopp aller neu geplanten Kohlekraftwerke Mehr
Der Ausbau von Kohlekraftwerken stellt nach Einschätzung eines Gremiums renommierter Wissenschaftler möglicherweise die grösste Bedrohung im Kampf gegen die globale Erwärmung dar. Mehr
Kraftwerke. Ohne Kohle kein Strom – dieser Grundsatz gilt für weite Teile der Erde. Doch der Brennstoff ist als Klimakiller verschrien: Bei keinem zweiten Energieträger fällt bei der Verbrennung so viel Kohlendioxid an. Mit modernen Anlagen, die das klimaschädliche Gas auffangen, wollen die Versorger die Kritik entkräften. Mehr
Der Kampagnen-Geschäftsführer der Umweltorganisation Greenpeace, Roland Hipp, hat das Betreiben von Braunkohle-Anlagen als Verstoß gegen das UN-Völkerrecht bezeichnet. Die CO2-Emissionen aus einem einzelnen Kohlekraftwerk seien teilweise höher als das, was ganze Länder emittieren würden, sagte Hipp im Deutschlandradio Kultur. Mehr
Ein Bündnis aus Umweltschützern und Parteien will an diesem Freitag eine Petition mit rund 12 000 Unterschriften gegen das Kohlekraftwerk Hamburg-Moorburg an die Bürgerschaft übergeben. Mehr
Die deutsche Industrie will die Kosten des jüngsten Klimaschutzpaktes der Bundesregierung Punkt für Punkt berechnen lassen. "Bisher liegen überhaupt keine Zahlen vor. Deshalb hat der BDI eine Studie in Auftrag gegeben. Die Unternehmensberatung McKinsey soll bis Ende September Preisschilder an die einzelnen Klimaschutzmaßnahmen heften", sagte der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Jürgen Thumann, der ZEIT. Mehr
Mit 800 gebündelten Ballons ist ein Pilot heute früh über das Autobahnkreuz Hamburg-Maschen geflogen, um für Greenpeace gegen die Klimazerstörung zu protestieren. Die schwarzen Ballons des so genannten Clusterballons mit dem Aufdruck "CO2" symbolisieren die nicht sichtbaren Autoabgase. Der Autoverkehr verursacht in Deutschland zwölf Prozent des CO2-Ausstoßes. Den Verkehrsknotenpunkt "Maschener Kreuz" passieren täglich knapp hundertfünfzigtausend Fahrzeuge. Greenpeace fordert Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) auf, für den Klimaschutz ein Tempolimit von 120 Stundenkilometern auf Autobahnen zu erlassen. Tiefensee hält sich seit gestern abend in Hamburg auf, um auf Einladung der SPD über die Probleme der Hamburger Verkehrspolitik zu diskutieren. Mehr
Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) hat bei der jüngsten Regierungsklausur im brandenburgischen Meseberg Teile des Klimaschutzprogramms unter Finanzierungsvorbehalt gestellt. Dazu zählen etwa Förderprogramme für die Markteinführung effizienterer und klimafreundlicher Technologien sowie die Steigerung der Energie-Effizienz in kleineren und mittleren Unternehmen, sagte Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) der Welt am Sonntag. Mehr
Andreas Troge, Präsident des Umweltbundesamtes, begrüßt den Klimabeschluss der Bundesregierung und will EU-Förderprogramme an Klimaprojekte koppeln. Mehr
[...] Die Wirtschaft wird weiterhin zu sehr geschont. Ob sich Firmen einen Energiemanager ins Haus holen müssen, der Verschwendung aufspürt? Dazu soll es noch eine Absprache mit der Wirtschaft geben. Die verbraucherfreundliche Kennzeichnung von Stromfressern? Sie bleibt für Hersteller freiwillig. Rhetorisch ist die Selbstverpflichtung tot, im Kleingedruckten lebt sie aber munter weiter. So bleibt die Regierung Taten im Kampf gegen den Klimawandel schuldig. Mehr
Der Zeit-Herausgeber Josef Joffe hat in einem Artikel angeregt, im Familien- und Freundeskreis öfter mal nachzufragen: "Sag mal, wieso fährst du eigentlich diese CO2-Schleuder?" Mehr
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) hat das beschlossene Klimaschutzprogramm als „Riesensprung“ gelobt. Zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik habe die Regierung nicht nur Klimaschutzziele beschrieben, sondern auch „konkrete Maßnahmen und Instrumente“ verabredet, sagte Gabriel in der ARD. Der Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) solle bis 2020 um 40 Prozent gesenkt werden. Allein mit dem Klimaschutzpaket würden „mindestens 35 bis 36 Prozent“ geschafft. „Ich glaube, es ist ein Riesenerfolg“, sagte Gabriel. Mehr
Der Klimaplan der Bundesregierung ist zunächst nur eine Blaupause. Die Finanzierung steht noch auf wackeligen Beinen. Für den Quantensprung muss jetzt Klima-Kanzlerin Merkel sorgen. Mehr
Die große Koalition demonstriert nach heftigem Streit in den vergangenen Wochen wieder mehr Geschlossenheit und Handlungswillen: Zum Auftakt einer zweitägigen Klausurtagung im brandenburgischen Meseberg brachte das Bundeskabinett am Donnerstagabend ein ehrgeiziges Klimaschutz-Paket auf den Weg. Mehr
Die große Koalition entscheidet über ein Klimaschutzpaket. Die Grünen, die das Thema als Kernkompetenz ansehen, sind damit nicht zufrieden: Sie werfen der Regierung vor, sich von Lobbyisten beeinflussen zu lassen. Den Vorwurf reicht Umweltminister Gabriel gleich weiter. Mehr
Bei der Klausur auf Schloss Meseberg setzt Kanzlerin Merkel auf ihr Gewinnerthema Klimaschutz. Doch die Rechnung könnte diesmal - anders als beim G-8-Gipfel von Heiligendamm - nicht aufgehen. Mehr
Das "Integrierte Energie- und Klimaprogramm" ist das einzige Vorhaben, das die Regierung für ihre nächste Halbzeit schon genauer ausgehandelt hat. Mehr
Auf ihrer Klausur in Meseberg wird sich die Bundesregierung heute auch mit Mindestlöhnen, Fachkräftemangel oder den Tornados in Afghanistan befassen. Zentrales Thema wird aber das Klimaschutzprogramm sein. Und das ist gut so. Mehr
Umweltminister Gabriel und Wirtschaftsminister Glos haben sich auf ein Milliardenprogramm zum Klimaschutz geeinigt. Doch die eigenen Ziele erreicht die Regierung damit nicht. Mehr
Einen Tag vor ihrer Klausurtagung in Meseberg hat die Bundesregierung ihr strittiges Klimaschutzpaket unter Dach und Fach gebracht. Bundesumweltministerium, Wirtschafts- und Verkehrsministerium einigten sich auch über die letzten noch offenen Streitfragen eines "Integrierten Energie- und Klimaprogramms". Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) sprach von einem "Quantensprung in der Klimapolitik". Mehr
Das Klimasystem der Erde ist träge, und es ist ausgesprochen nachtragend. Schon vor der Kabinettsklausur in Meseberg ist offenkundig, wie schwer sich die Große Koalition damit tut, mit passenden Klimakonzepten darauf zu reagieren. Mehr
Das Bundeskabinett sollte die Eckpunkte für das Klima- und Energieprogramm bei seiner Klausur auf Schloss Meseberg nur mit substanziellen Verbesserungen beschließen, forderte die Klima-Allianz am Mittwoch in Berlin. Das bundesweite Bündnis von mehr als 60 zivilgesellschaftlichen Organisationen und Unternehmensverbänden sieht das klimapolitische Ziel, die COEmissionen bis 2020 um 40% (gegenüber 1990) zu verringern, durch die vorgelegten Eckpunkte infrage gestellt. Noch im April hatte Bundesumweltminister Gabriel mit der „Klimaagenda 2020“ den Weg zu diesem Ziel skizziert, Kanzlerin Merkel hatte das Ziel beim Energiegipfel im Juli bestätigt. Pressemitteilung (PDF)
Reduzierung des CO2-Ausstoßes um 36 Prozent, gedeckelte Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung, deutlich mehr Geld für den Umweltschutz: Die Bundesregierung hat sich in Grundzügen auf ein Klimaschutzprogramm verständigt. Damit beenden auch die Minister Gabriel und Glos nach Monaten ihren Streit. Mehr
Kurz vor der Kabinettsklausur in Meseberg haben Naturschützer das Klimaschutzprogramm der Regierung als unzureichend kritisiert. Das ehrgeizige Ziel, 260 Millionen Tonnen Treibhausgase bis 2020 einzusparen, sei nur durch eine Verschärfung der geplanten Maßnahmen zu erreichen. "Ihre Glaubwürdigkeit steht auf dem Spiel", sagte der Geschäftsführer des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Gerhard Timm, am Dienstag in Berlin mit Blick auf Bundeskanzlerin Angela Merkel. Das für Meseberg vorliegende Klimaschutzpaket sei nicht viel mehr als "eine Fülle von Ankündigungen ohne konkreten Zeitplan und ausreichende Finanzierungsinstrumente". Der World Wide Fund for Nature (WWF) nannte das von der Bundesregierung vorgelegte Eckpunktepapier für ein Energie- und Klimaprogramm "detailliert, aber ziellos". Wenn die Regierung das geplante Klimaschutzpaket nicht nachbessere, müsse man "von einem ganz gewöhnlichen Etikettenschwindel reden", sagte auch Grünen-Chef Reinhard Bütikofer am Dienstag in Berlin. Mit den geplanten Maßnahmen werde es die Regierung nicht schaffen, die angestrebte Reduzierung der Kohlendioxidemissionen um 40 Prozent bis zum Jahr 2020 zu erreichen. Mehr
Als ehrgeizigen Schritt sieht die Bundesregierung ihr Klimaschutz und Energieprogramm, das sie Ende der Woche in Meseberg verabschieden will. Von Umweltverbänden, die bisher eher wohlwollend das Engagement der Regierungschefin und ihres Umweltministers beobachtet hatten, hagelt es nun Kritik. Mit dem zwischen den Ministerien ausgehandelten 30-Punkte-Kompromiss, so die einhellige Warnung, würden die Klimaziele verfehlt. Mehr
Zwei Tage vor der Kabinettsklausur in Meseberg hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) von der Bundesregierung eine wesentlich schärfere Gangart beim Klimaschutz gefordert. Das für Meseberg vorliegende Klimaschutzpaket sei nicht viel mehr als "eine Fülle von Ankündigungen ohne konkreten Zeitplan und ausreichende Finanzierungsinstrumente", sagte Gerhard Timm, Bundesgeschäftsführer des Umweltverbandes. Mehr
Sowohl auf EU-Ebene als auch in internationalen Verhandlungen, wie etwa beim G8-Gipfel in Heiligendamm, hat sich die Bundesregierung den Klimaschutz auf die Fahnen geschrieben. Mit einem "integrierten Energie- und Klimaprogramm" will sie nun ihre nationalen Ziele umsetzen. Wirtschafts-, Umwelt-, Bau- und Finanzministerium haben einen 30-Punkte-Katalog zusammengestellt, einige Vorschläge sind allerdings noch umstritten. Bei der Kabinettsklausur in Meseburg sollen die letzten Details geklärt werden. Mehr
Mit dem vorliegenden Gesetzespaket wird die Bundesregierung ihr CO2-Reduktions-Ziel nicht erreichen, so die Deutsche Umwelthilfe. Dabei fordern zwei Drittel der Deutschen mehr Klimaschutz. Mehr
Kurz vor der Verabschiedung des Energie- und Klimapakets der Bundesregierung haben Experten und Umweltverbände gewarnt, dass die Regierung die selbst gesetzten Ziele nicht einhalten könne. Die Reduktion des Kohlendioxidausstoßes um 40 Prozent drohe zu scheitern. Mehr
Die große Koalition will ein umfassendes Klimaschutzpaket beschließen, die Umsetzung vieler Punkte ist allerdings Ländersache. Welche Klimaziele könnten am Föderalismus scheitern? Mehr
Mit einer Fülle von Detailvorschlägen sucht die Bundesregierung nach Überzeugung der Deutschen Umwelthilfe e. V. (DUH) die ernüchternde Botschaft ihres Eckpunktepapiers zur Energie- und Klimapolitik zu verdecken. „An den wirklich entscheidenden Punkten zielt das 30-Punkte-Papier mehr auf Konfliktvermeidung als auf Klimaschutz“, erklärten die beiden Bundesgeschäftsführer der Umwelt- und Verbraucherschutzorganisation, Rainer Baake und Jürgen Resch, in Berlin. Trotz einer überwältigenden Unterstützung aus der Bevölkerung für die von Bundeskanzlerin Angela Merkel am Wochenende erneut bekräftigten Klimaziele scheue die große Koalition den Konflikt mit der strukturkonservativen Traditionswirtschaft. Mehr
Das Klimaschutzprogramm der Regierung wird vieles im Land verändern. Nur das Klima nicht. Dazu reicht ein Blick auf die CO2-Prognosen. Mehr
Klimaschutz soll für die Regierung ganz oben stehen. Das sagen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD). Auf der Kabinettsklausur in Meseberg werde das "größte Klima- und Energiepaket" präsentiert, "das jemals in der Bundesrepublik verabschiedet wurde", kündigt Gabriel an. Mehr
[...] Die Bevölkerung verlangt konsequenteren Umweltschutz. Also: nein zu neuen Kohlekraftwerken, zur Ökosteuer-Befreiung für Unternehmen die kein Energiemanagement vorweisen, zur steuerlichen Privilegierung großer Autos und zur Zögerlichkeit bei der energetischen Altbausanierung. Ja zum Tempolimit, zur Ausweitung der Lkw-Maut, zu einem massiven Ausbau von Kraft-Wärme-Kopplung und zu einem Erneuerbaren-Wärme-Gesetz, dass berechenbar Investitionen fördert. [...] Mehr
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat davor gewarnt, Umweltschutzmaßnahmen per se als wirtschaftsfeindlich zu verteufeln. Das Bundeswirtschaftsministerium untermauerte derweil seine Kritik an geplanten Klima-Auflagen für die energieintensive Industrie. Mehr
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will mit ihrer Politik über Jahrzehnte hinweg die Zukunft Deutschlands prägen. Sie wolle auf der Kabinettsklausur in Meseberg nicht nur den Kurs für die kommenden zwei Jahre festlegen, „sondern wir stellen die Weichen für ein zukunftsfähiges Deutschland für die nächsten Jahre und Jahrzehnte“. In ihrem im Internet veröffentlichten Videopodcast kündigte Merkel an, die Regierung wolle „die Eckpunkte eines Maßnahmenpakets verabschieden und damit die Weichen stellen für einen wirklich wirksamen Klimaschutz“. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) sprach am Samstag sogar vom größten Klima- und Energiepaket, „das jemals in der Bundesrepublik verabschiedet wurde“. Einige Punkte sind allerdings zwischen dem Wirtschafts- und dem Umweltministerium weiterhin umstritten, etwa die künftige Besteuerung von klimaschädlichen Dienstwagen. Mehr
Die meisten Branchen in Deutschland begrüßen das Eckpunktepapier der Bundesregierung zum Klimaschutz. Sie rechnen mit steigenden Umsätzen und neuen Geschäftsfeldern. Allein die klassische Energiewirtschaft klagt über die negativen Folgen. Mehr
Das Klimaschutzprogramm der Bundesregierung ist in Grundzügen fertig. Insgesamt sollen im Jahr 2020 rund 40 Prozent weniger Treibhausgase in Deutschland ausgestoßen werden. Das Kabinett will das Programm kommende Woche beschließen. Die wichtigsten Punkte: Mehr
eutschland möchte Vorbild sein im Schutz vor dem Klimawandel und nuklearen Risiken. Um 40 Prozent sollen die Deutschen ihre Treibhausgas-Emissionen gegenüber 1990 auf 578 Millionen Tonnen CO2 senken. Bis 2020 müssen daher neben den etwa 150 Milliarden Kilowatt-Stunden an Kernenergiestrom nochmals das Äquivalent von etwa 90 Millionen Tonnen Kohle an fossilen Energien (insbesondere Kohle und Öl) eingespart oder CO2-frei ersetzt werden. Die dazugehörenden Einsparziele sind ehrgeizig, werden aber wegen Wachstum von Wirtschaft und Beschäftigung kaum 75 Millionen Tonnen Kohle-Äquivalent, also ein Prozent pro Jahr erbringen. Mehr
Zwei Drittel der Deutschen wollen, dass die Bundesregierung mehr für den Klimaschutz tut, etwas weniger als ein Drittel ist da anderer Meinung. Selbst die Anhänger der Regierungsparteien CDU/CSU und SPD wollen zu 58 bzw. zu 67 Prozent, dass deren Regierungsvertreter sich stärker für den Schutz der Erdatmosphäre engagieren. Mehr
Ob Angela Merkel wirklich etwas über den Klimawandel dazulernt bei ihrem Kurztrip nach Grönland? Die Flugreise der Kanzlerin mit ihrem großen Begleittross produziert etliche Tonnen Kohlendioxid zusätzlich, aber sie ist komplett überflüssig. Mehr
Die Regierung powert für ein besseres Klima: Autofahrer, Hauseigentümer, Mieter, öffentliche Verwaltungen und Unternehmen müssen sich auf deutliche höhere Kosten für die Nutzung umweltschädlicher und energiefressender Produkte einstellen. Mehr
Verbraucher sollen mit staatlicher Hilfe in den Klimaschutz investieren und dabei Geld sparen - die Ergebnisse des Treffens der Versorgungsindustrie mit Kanzlerin Merkel. Mehr
Der Emissionhandel für Kraftwerke und Industrie wird neu geregelt. Wichtigster Punkt: Die deutschen Stromkonzerne bekommen die CO2-Rechte, die sie zum Betrieb ihrer Kraftwerke brauchen, künftig nicht mehr komplett kostenlos zugeteilt. Ab 2008 müssen sie knapp zehn Prozent davon kaufen oder ersteigern - das kostet sie rund 800 Millionen Euro jährlich. Der Bund will das Geld für Klimaschutz nutzen. Mehr
Immer mehr Menschen fliehen vor den Folgen von Naturkatastrophen. Damit sie Asyl erhalten können, müssen nun Forscher definieren, ob es sich bei ihnen um "Klimaflüchtlinge" handelt. Mehr
Auf die Stromversorger in Deutschland kommen im Zuge des Klimaschutzes zusätzliche Belastungen zu. SPD und Union verständigten sich am späten Montagabend, ab dem nächsten Jahr einen Teil der bislang kostenlosen Kohlendioxid-Verschmutzungsrechte zu verkaufen. Mehr
Zum ersten Mal haben sich die großen Industrienationen substantiell mit dem Klima-Problem auseinandergesetzt und die Klimapolitik aus der Sackgasse manövriert. Wie man das Ergebnis des G-8-Gipfels im Detail auch bewertet: Heiligendamm ist eine Wende in zweierlei Hinsicht. Mehr
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht in der Klimaresolution des G8-Gipfels von Heiligendamm einen Durchbruch für weltweiten Klimaschutz. Merkel sagte zum Gipfelergebnis am Donnerstag, jetzt sei "der Weg frei für die Umweltminister, im Herbst konstruktiv zu verhandeln". Der in Heiligendamm ausgehandelte Text nimmt unter anderem positiv Bezug auf die Ziele der EU-Länder, Japans und Kanadas, wonach bis zum Jahr 2050 der Ausstoß an Kohlendioxid "mindestens" um die Hälfte reduziert werden soll. Dieses Ziel sei "ernsthaft in Betracht zu ziehen". Das war die Formulierung, die auch die USA und Russland zustimmen ließ. Gegenüber dem, "wo wir vor Monaten standen", sei das "ein Riesen-Refolg", sagte die Kanzlerin. Mehr
Die Erderwärmung verschärft nicht nur die Umweltprobleme auf der Welt, sie stellt auch eine Herausforderung für Stabilität und Sicherheit dar. Ein Gutachten für die Bundesregierung sechs zentrale Gefahren für die internationale Sicherheit. Mehr
Stromkonzerne und Industrie kämpfen gegen die Pläne zur Versteigerung von Kohlendioxid-Zertifikaten. Das sorge für steigende Strompreise. SPD-Fraktionsvize Ulrich Kelber hält dagegen und sagt: "Kohlendioxid muss seinen Preis haben". Mehr
Die EU müsse sich stärker konzentrieren, die Energie- und Ressourceneffizienz zu steigern, sagte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) zum Abschluss der zweitägigen Zusammenkunft am Samstag (02.06.07) in Essen. "Das Konzept der ökologischen Industriepolitik ist die ökonomische Antwort auf die ökologische Frage", sagte Gabriel. Mehr
Ausgerechnet in der stillgelegten Essener Zeche haben sich am Samstag die Umweltminister der Europäischen Union getroffen. "Wir stehen am Beginn eines zweiten deutschen Wirtschaftswunders", sagt der deutsche Ressortchef Sigmar Gabriel (SPD). Die deutsche EU-Ratspräsidentschaft will das Beste aus dem Klimawandel machen und ihn wirtschaftlich nutzen. 2005 wurden mit Umwelttechnologien weltweit rund eine Billion Euro umgesetzt. Bis zum Jahr 2020, so errechneten Experten, wird sich die Summe mehr als verdoppeln. Mit Umwelttechnologien soll in etwa 20 Jahren sogar mehr Geld umgesetzt werden als mit der Autoindustrie. An diesem Wochenende will man dafür die ersten Weichen stellen. Mehr
Bei dem Treffen überreichte ein Bündnis von Umwelt-, Verbraucherschutz- und kirchlichen Organisationen am Morgen symbolisch 30 000 Unterschriften, die in einen fünf Meter breiten Eisblock eingefroren waren. „Die Zeit zum Handeln schmilzt dahin“, sagte der Sprecher der Organisation, Christoph Bautz. Die Bundesregierung müsse den letzten Monat der EU-Ratspräsidentschaft für konkrete Fortschritte beim Klimaschutz nutzen. Gabriel nahm eine Miniatur-Eiswand mit dem Text des Appells und die 30 000 Unterschriften entgegen. Der Verkehrsclub Deutschland kritisierte, der CO2-Ausstoß beim Verkehr in Europa sei seit 1990 um ein Fünftel gestiegen. Mehr
Die Europäische Union erwartet von US-Präsident George W. Bush einen glaubhaften Beitrag zum globalen Klimaschutz unter dem Dach der Vereinten Nationen (UN). Zwar sehen die EU-Umweltminister in Bushs Klimainitiative der vergangenen Woche das Ende einer Blockade, viel mehr aber auch nicht. Mehr
Eine Woche vor dem G-8-Gipfel hat US-Präsident George W. Bush eine eigene, weltweite Strategie im Kampf gegen die drohende Klimakatastrophe vorgeschlagen. Die zehn bis 15 wichtigsten Produzenten der Treibhausgase sollen sich bis Ende 2008 auf ein gemeinsames, globales Ziel zur Verringerung der schädlichen Emissionen einigen, sagte Bush in Washington. Dieser Vorstoß widerspricht allerdings den Vorstellungen der Bundesregierung, die gehofft hatte, schon bei dem G-8-Gipfel kommende Woche in Heiligendamm oder spätestens bei dem Umweltgipfel im Dezember in Bali gemeinsame Ziele bei der Begrenzung der Treibhausgas festschreiben zu können. Mehr
Kurz vor dem G8-Gipfel in Heiligendamm haben die USA im Streit über die Klimapolitik überraschend eine eigene Initiative angekündigt. Präsident George W. Bush will Ende des Jahres 15 Nationen zu Verhandlungen einladen. Die größten Klimasünder sollen dann bis Ende 2008 Ziele zur Senkung des CO2-Ausstoßes aushandeln.
Die Bush-Regierung deutet damit erstmals die Bereitschaft zu festen Reduktionszielen an. Mit der Initiative kontert Washington allerdings auch die Forderung, weitreichende Klimaziele bereits auf dem G8-Gipfel zu vereinbaren. Deutschland hatte vorgeschlagen, in der Schlusserklärung von Heiligendamm das Ziel zu verankern, die globale Erderwärmung auf zwei Grad zu beschränken. Bis 2050 müssten die Treibhausgase dazu halbiert sein. Washington lehnt eine solche Festlegung ab. Mehr
er amerikanische Präsident Bush hat am Donnerstag in Washington eine neue Strategie für den Kampf gegen den Klimawandel vorgeschlagen. Dazu wollten die Vereinigten Staaten eine Serie von Treffen anregen, an denen neben den größten Industrienationen auch jene Staaten mit dem stärksten Wirtschaftswachstum und der größten Zunahme von Kohlendioxidemissionen teilnehmen sollten. Bush nannte ausdrücklich China und Indien als Teilnehmer für diese Treffen. Im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zeigte sich der amerikanische Präsident zuversichtlich, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel seinen Vorstoß gutheißen werde. Er wies ausdrücklich die Vermutung zurück, dass die klimapolitischen Verhandlungen vor dem G-8-Treffen zu deutsch-amerikanischen Missstimmungen geführt hätten. Mehr
Die Klimainitiative von US-Präsident George W. Bush ist auf unterschiedliche erste Reaktionen gestoßen. Bundeskanzlerin Angela Merkel begrüßte den Vorstoß, betonte aber, dass noch weiter an gemeinsamen Beschlüssen für den G-8-Gipfel in Heiligendamm gearbeitet werden müsse.
"Das ist eine wichtige Stellungnahme", sagte sie. Wichtig sei, dass Klimavereinbarungen schließlich in einen UN-Prozess mündeten. "Ich sehe durchaus Bewegung in der Sache."
Niemand komme mehr heute an der Frage des Klimawandels und der Tatsache vorbei, dass er wesentlich von Menschen verursacht sei. Mehr
Umweltminister Sigmar
Gabriel (SPD) gehört zu jenen Menschen,
die ein Lob so hübsch zu
verpacken wissen, dass man beinahe
nicht merkt, wie vergiftet es ist.
Toll mache das Angela Merkel, süßholzraspelte
der verbale Verpackungskünstler
unlängst in ein öffentlich-
rechtliches Mikrofon. Toll,
wie sie im Vorfeld des G-8-Gipfels
beim transatlantischen Formulierungsgerangel
um den Klimaschutz
„den Druck auf dem Kessel“ lasse.
„Ich finde es sehr gut, dass die
Bundeskanzlerin in dieser Frage
mit hohem eigenem Risiko interveniert“,
sagt der Umweltminister.
Das hohe eigene Risiko der Kanzlerin
besteht vor allem darin, dass
sich bei den erwarteten klimapolitischen
Unverbindlichkeiten in der
Abschlusserklärung von Heiligendamm
Gabriel hinstellt und sagen
wird: „Ich bin es nicht gewesen –
Angela Merkel ist es gewesen.“
Mehr dazu in der Printausgabe
Europa muss sich schnell an
den Klimawandel anpassen, um die Zahl
der daraus resultierenden Todesfälle zu
begrenzen und auch sonst die Kosten
möglichst gering zu halten. Das fordert
die EU-Kommission in einem internen
Strategiepapier, das der Süddeutschen
Zeitung vorliegt. Nötig seien unter anderem
besserer Schutz gegen Hitze, außerdem
teure Umbauten, die bis zur völligen
Verlegung küstennaher Städte reichten,
um diese vor Überflutung zu bewahren:
„Die Europäer werden zunehmend die
Folgen des Klimawandels für ihre Gesundheit,
Jobs undWohnungen spüren.
Mehr dazu in der Printausgabe
Die Verhandlungen über ein Klimaschutzpaket
für den G-8-Gipfel geraten
zunehmend in die Sackgasse. „Die
Front verhärtet sich weiter“, hieß es am
Mittwoch aus deutschen Regierungskreisen.
Am schwierigsten gestalteten sich
nach wie vor die Gespräche mit den
USA. Wechselseitig machen mittlerweile
die Vereinigten Staaten und China ein
Einlenken des jeweils anderen Staates
zur Bedingung für eigene Zugeständnisse.
„Dieses Dilemma ist kaum aufzulösen“,
hieß es in den Kreisen. Zuvor war
ein Vorschlag der USA bekannt geworden,
in dem sich die Vereinigten Staaten
zwar „zu einem Prozess“ bekennen, „um
bis Ende 2008 einen Plan für ein neues
globales Rahmenwerk zu entwickeln“.
Mehr dazu in der Printausgabe
Politiker von Regierung und Opposition schließen nicht mehr aus, dass die Klimaverhandlungen beim G8-Gipfel in Heiligendamm scheitern. Auch Unionspolitiker warnen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) vor einem "windelweichen Kompromissvorschlag", um die US-Amerikaner einzubinden. Am Ende müsse wenigstens deutlich werden, an wem weitere Klimaschutzschritte gescheitert seien, forderte jetzt der CSU-Bundestagsabgeordnete Karl Theodor Freiherr von und zu Guttenberg.
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) kritisierte hingegen scharf die Debatten über ein mögliches Scheitern der G8-Klimagespräche. Solche Diskussionen vor dem Gipfel seien "außerordentlich schädlich". Damit nehme man nur "den Druck aus dem Kessel, dabei muss der Druck bis Heiligendamm steigen", warnte Gabriel. Der Klimaschutz brauche die USA als Land mit dem größten Treibhausgas-Ausstoß und als "dynamische Volkswirtschaft" mit Innovationskraft. Mehr
Deutschland lässt nicht locker im Bemühen um konkrete Vereinbarungen der führenden Industrieländer für mehr Klimaschutz. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will noch direkt vor dem G8-Gipfel nächste Woche in Heiligendamm einen Versuch starten, die Differenzen mit US-Präsident George W. Bush auszuräumen. Wir werden bis zu letzten Minute ringen, um ambitionierte Ziele zu erreichen", hieß es am Mittwoch in Berliner Regierungskreisen. Ein "weicher Kompromiss" der G8-Staaten werde abgelehnt. Rückendeckung erhielt Merkel unterdessen von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon. Mehr
Atmosphärische Störungen vor dem G-8-Gipfel: Die USA wollen eine möglichst wolkige Abschlusserklärung zur Klimapolitik, Umweltminister Gabriel dagegen fordert mit Nachdruck konkrete Beschlüsse. Im Außenministerium dämpft man eilig die Erwartungen. Mehr
Eine Woche vor dem Gipfel in Heiligendamm wird eine Spaltung der G 8 in der Klimapolitik immer wahrscheinlicher. Die US-Regierung lehnt konkrete Ziele für die Reduzierung der Treibhausgase weiter ab. Und auch Bundeskanzlerin Angela Merkel bleibt hart. Kurz vor dem Gipfel will sie einen letzten Versuch unternehmen, US-Präsident George W. Bush bei einem gemeinsamen Mittagessen zu verbindlichen Klimazielen zu bewegen. Mehr
Politiker aus Regierung und Opposition fordern Bundeskanzlerin Angela Merkel zu harten Verhandlungen mit US-Präsident Bush über den Klimaschutz auf. Notfalls müsse man ohne die USA weitermachen, sagt etwa Grünen-Fraktionschefin Renate Künast. Mehr
Die Verabredung konkreter Klimaschutzziele beim G8-Gipfel in Heiligendamm steht auf der Kippe. Weil speziell die USA bislang nicht mitziehen, sucht Kanzlerin Angela Merkel jetzt das direkte Gespräch mit den Regierungschefs.
In Berliner Regierungskreisen hieß es am Wochenende, Kompromisse schon im Vorfeld des am 6. Juni beginnenden Gipfels seien mittlerweile unwahrscheinlich. Auch das G8-Außenministertreffen ab Mittwoch in Potsdam und ein für Ende der Woche angesetzte zusätzliche Sitzung der Gipfelbeauftragten würden wohl noch keine Einigung bringen. Erst in Heiligendamm selbst werde sich zeigen müssen, ob die großen Industrieländer (G8) sich einigen können. Mehr
Bei Zahlen - so wichtig sie sind - kann es schnell zu Missverständnissen kommen. Zum Beispiel wenn es darum geht, den Anteil des weltweiten Luftverkehrs an den von Menschen gemachten Treibhausgasen zu ermitteln.
Die Lufthansa, Deutschlands größte Fluglinie, hat darauf eine - wie Experten sagen - recht eigenwillige Antwort gefunden: Es seien 1,6 Prozent. Diese Zahl wird seit kurzem in großformatigen Anzeigen bundesweit von der Lufthansa kommuniziert. Mit der Millionen Euro teuren Kampagne wolle die Airline mehr "Sachlichkeit in die Debatte“ bringen, sagt ein Konzernsprecher. Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber wird in der Anzeige so zitiert: "Wir brauchen keinen Ökopopulismus, weiter hilft uns allein Ökorationalismus.“
Zum Ökorationalismus der Lufthansa gehört eben auch die Aussage der Anzeige, der Anteil des Luftverkehrs an den globalen Treibhausgasemissionen betrage "1,6 Prozent“. Damit ist klar, dass die Lufthansa kurzerhand ihre eigenen Zahlen überarbeitet hat. Mehr
n einer Regierungserklärung zwei Wochen vor dem Treffen der sieben führenden Industrienationen und Russlands in Heiligendamm sagte, die Globalisierung berge eindeutig mehr Chancen als Risiken. Mehr
Die Chancen für ehrgeizige Vereinbarungen
zum Klimaschutz beim
G-8-Gipfel in Heiligendamm schwinden.
Neue Entwürfe des Schlussdokuments
sind an zentralen Stellen abgeschwächt,
konkrete Ziele stehen nur noch in Klammern.
Das geht aus Entwürfen für das Dokument
hervor, die der Süddeutschen
Zeitung vorliegen. Demnach konnten
sich die G-8-Staaten bisher nicht auf Ziele
zur Minderung der Kohlendioxid-
Emissionen einigen. Auch eine Beschränkung
der Erderwärmung auf zwei Grad
im Vergleich zum vorindustriellen Niveau
ist umstritten. Gegen beide Festlegungen
erheben die USA Einspruch. Als
einziges G-8-Land tragen sie das Kyoto-
Protokoll zum Klimaschutz nicht mit.
Mehr dazu in der Printausgabe
In den ersten fünf Jahren dieses Jahrzehnts stieg der Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) dreimal so schnell wie in den 1990er-Jahren. Das ergab eine internationale Studie, die in der Wissenschaftszeitschrift Proceedings of the National Academies of Sciences veröffentlicht wurde. Von 1990 bis 1999 kletterte der CO2-Ausstoß jährlich um durchschnittlich 1,1 Prozent, seit 2000 sind es 3 Prozent. Das übertrifft die schlimmsten Szenarien des UN-Klimarats von Ende der 1990er-Jahre. Klimaforscher glauben nun, dass das Ziel der EU, den globalen Temperaturanstieg auf 2 Grad weltweit zu begrenzen, nicht mehr zu schaffen ist. Die Wissenschaft geht davon aus, dass eine höhere Erderwärmung nicht mehr beherrschbar wäre. Um das 2-Grad-Ziel zu schaffen, dürfte die CO2-Konzentration in der Atmosphäre 420 ppm nicht überschreiten. Derzeit liegt sie bei 387 ppm.
Eine neue Studie liefert beunruhigende Resultate: Der Ausstoß an Kohlendioxid kletterte von 2000 bis 2004 pro Jahr drei Mal so schnell wie in den 1990er Jahren. Damit ist er sehr viel schneller gewachsen, als der UN-Klimarat vorausgesagt hatte. Für die höchsten Zuwachraten sorgten Länder wie China. Mehr
WELT ONLINE: Herr Professor Troge, 95 Prozent aller Arten, die jemals auf der Erde gelebt, sind bereits wieder ausgestorben. Warum sollen wir uns jetzt Sorgen um die biologische Vielfalt machen?
Andreas Troge: Die Geschwindigkeit des Artenrückgangs unter den bekannten Arten hat sich dramatisch erhöht. Die EU-Kommission sagt, dass der Mensch das Tempo auf das Tausendfache bis Zehntausendfache der natürlichen Evolutionsrate beschleunigt. Und das gibt Grund zur Sorge.
WELT ONLINE: Da kommt der Klimawandel ja gerade zur richtigen Zeit: Je wärmer die Region, desto größer ihr Artenreichtum.
Troge: In den warmen und zugleich feuchten Tropen und Subtropen ist die biologische Vielfalt in der Tat besonders groß. Bei uns werden sich viele Pflanzen und Tiere aber nicht so schnell an den rasanten Klimawandel anpassen können und verschwinden. Andere Arten werden von den veränderten Bedingungen profitieren. Leider auch die Überträger bestimmter Krankheiten. Denken Sie nur an Zecken, die Menschen mit gefährlichen Viren und Bakterien infizieren können.
Mehr
Es klingt nach einem Zugeständnis, entpuppt sich aber bei genauerem Hinsehen als Rhetorik des Aufschubs: Er glaube an eine Klimaschutz-Einigung beim G-8-Gipfel in Deutschland, sagte der US-Präsident. Was er sich darunter genau vorstellt, dürfte die Gastgeberin erzürnen. Mehr
Es ist im Internet nicht mehr oft so, dass Medium und Mentalität so logisch, fast zwingend zueinander finden wie in diesem Fall. Doch der Groß-Komplex „Klimakatastrophe“, im Englischen „Global Warming“, führt noch einmal zusammen, was im Web seit seinen Anfängen zusammengehört: Information und Interaktion.
Hier: Ein globales Szenario, das verändert werden kann, wenn jeder seinen Teil dazu beiträgt. Und die erprobte Ambition der alten Netzkirche von unten, die abseits von Autoritäten und eingetretenen Pfaden auf unmittelbare Beteiligung, Aufklärung und Information des Einzelnen setzt. Das Phänomen des Global Warming also mobilisiert noch einmal die Old-School-Pioniere und wirkt wie ein Appell an den Spirit der Netizens. Mehr
Auf Grund der Erderwärmung nimmt der Südliche Ozean weniger Treibhausgas auf als bislang angenommen. Dies ist nach Ansicht eines internationalen Forscherteams der erste Beleg dafür, dass der Klimawandel sich selbst verstärkt.
Bislang haben natürliche Senken wie Wälder und Meere die Hälfte des menschengemachten Kohlendioxids aufgenommen und damit die Erderwärmung ganz deutlich gebremst. Nun könnte der Anstieg des Kohlendioxids in Zukunft größer werden als vorhergesagt, schreiben die Forscher um Corinne Le Quéré vom Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena im Fachjournal "Science" (Online-Ausgabe). Mehr
Wenn sich die Regierungschefs der acht mächtigsten Industriestaaten zum Gipfel treffen, dann ist normalerweise schon vorher klar, was nachher rauskommt. Um in drei Wochen in Heiligendamm Streit zwischen den Staatslenkern zu vermeiden, verhandeln Unterhändler schon seit Monaten, was in der Abschlusserklärung stehen soll. Die Präsidentschaft macht Vorschläge, die anderen kommentieren.Besonders umstritten ist das Thema Klimaschutz. Wie jetzt bekannt wurde, dringen die Unterhändler der USA darauf, alle konkreten Passagen zum Klimaschutz aus der Abschlusserklärung zu streichen. Ganz oben auf der Streichliste steht das Ziel, die globale Erwärmung auf 2 Grad zu begrenzen. Wissenschaftler halten den Klimawandel bis zu dieser Zielmarke noch für beherrschbar. Die EU hat das 2-Grad-Ziel bereits seit langem anerkannt. Mehr
Die "Dritte Industrielle Revolution" steht vor der Tür, wenn man Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) glauben kann. "Statt Ökonomie und Ökologie gegeneinander auszuspielen, muss verstanden werden, welche Potenziale ein ökologischer Strukturwandel hat", sagte Gabriel gestern auf einer Konferenz zu Wirtschaft, Umwelt und Beschäftigung in Berlin.Um diesem Prozess im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft neue Impulse zu geben, will Gabriel Anfang Juni auf dem Informellen Rat der Europäischen Umweltminister sein Memorandum für eine "ökologische Industriepolitik" zur Diskussion stellen. Gabriel hatte das Dokument bereits im vergangenen Oktober vorgelegt. Es soll einen Paradigmenwechsel einleiten: Herzstück des "New Deal" zwischen Wirtschaft, Umwelt und Beschäftigung ist die Energie- und Ressourceneffizienz. Die "ökologische Industriepolitik" soll helfen, ein ökonomisches Wachstum sicherzustellen, das nicht auf Kosten der Umwelt geht. Mehr
Der Erfolg des G-8-Gipfels in Heiligendamm steht auf der Kippe. Eines der zentralen Ziele, ein Bekenntnis zum Klimaschutz, droht am Widerstand der USA zu scheitern. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung dringen die Unterhändler der USA darauf, alle konkreten Klimaschutz-Passagen aus dem Schlussdokument zu streichen.
So würden sich die wichtigsten Industriestaaten der Welt Anfang Juni weder auf ein gemeinsames Vorgehen gegen den Klimawandel verständigen, noch würden sie sich auf Vorgaben für den sparsameren Umgang mit Energie verpflichten.
Beides war Bestandteil des deutschen Entwurfs gewesen. Vor allem die Klimaverhandlungen der Vereinten Nationen, die im Dezember in die nächste Runde gehen, sollten so neues Tempo aufnehmen. Zuletzt hatten sie nur mühsam Fortschritte gemach Mehr
Abendessen mit Bill Clinton, am nächsten Morgen Frühstück, dann gemütliche Fahrt im Velotaxi, Grußwort, Berlin–Präsentation, Ausstellungseröffnung: Klaus Wowereit (SPD) hat in New York ein angenehmes Programm vor sich. Der Regierende Bürgermeister fliegt zwar auch wegen des Klimagipfels der Großstädte hin, will dort aber „mehr repräsentieren“, wie Senatssprecher Michael Donnermeyer bestätigte: „Er stellt Berlins Erfolge vor.“ Mehr
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat für die EU-Ratspräsidentschaft die Abschlussresolution einer UN-Klimaschutzkonferenz platzen lassen. Er begründete die Verweigerung seiner Unterschrift im Namen der Europäische Union damit, dass das Dokument keine konkreten Schritte enthalte. "Die Zeit der Diskussionen und Berichte ist vorbei, wir müssen handeln", sagte der SPD-Politiker. Damit endete das Treffen in New York ohne Vereinbarung. Mehr
Frankfurter Rundschau:Herr Matthes, Sie haben in einer Studie ermittelt, dass die klimaschädlichsten Kohlekraftwerke der EU in Deutschland stehen. Wieso wollen Sie nicht, dass diese durch moderne Kohlekraftwerke ersetzt werden? Das würde den CO2-Ausstoß deutlich senken.
Felix Matthes:Nur 40 Kraftwerke verursachen bereits zehn Prozent des gesamten Treibhausgas-Ausstoßes in der EU. Bis Mitte des Jahrhunderts müssen diese Emissionen um 80 Prozent sinken. Da sind neue Kraftwerke, die bestenfalls einen 20 bis 30 Prozent günstiger liegen als alte, eher Teil des Problems als der Lösung. Sie laufen nämlich 50 Jahre. Werden die 40 derzeit in Deutschland diskutierten neuen Kohlekraftwerke gebaut, sind die Klimaziele nicht zu schaffen. Mehr
Noch vor drei Monaten hatte sich Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) voller Verständnis für die Blockadehaltung der Entwicklungsländer beim Klimaschutz gezeigt. "Wenn ich ein Delegierter aus den G-77-Staaten wäre, würde ich den Industrieländern auch nicht über den Weg trauen", polterte er im Februar auf der Konferenz "Bürger der Erde" in Paris. Am Samstag in New York war es mit diesem Verständnis vorbei. Als Führer der EU-Delegation weigerte sich Gabriel zusammen mit EU-Umweltkommissar Stavros Dimas, einem Schlussdokument der UN-Kommission für nachhaltige Entwicklung (CSD) zuzustimmen. Darin wollten die Staaten der G 77 ihre Blockade beim internationalen Klimaschutz durchsetzen. Die CSD-Konferenz endete deshalb ohne Erklärung und mit einem Eklat. Mehr
eit Monaten lassen US-Unternehmen keine Gelegenheit aus, ihr Engagement für Umwelt und gegen Klimawandel lauthals zu verkünden. Auch im Bankensektor ist nun die angesagte Farbe grün: Die größte US-Bank und weltgrößte Bankengruppe, Citigroup, kündigte diese Woche an, eine Vorreiterrolle im Kampf gegen die globale Erwärmung einnehmen zu wollen - und es sei ihr Ernst damit: Rund 50 Milliarden Dollar würden in den nächsten zehn Jahren in Klimaschutzmaßnahmen investiert werden, kündigte das Unternehmen mit Sitz in New York an.Mehr als 31 Milliarden Dollar sollen dabei in klimafreundliche Energiegewinnung und alternative Technologien fließen. Weitere zehn Milliarden will die Bank einsetzen, um die Energieeffizienz des eigenen Unternehmens zu steigern und Treibhausgas-Emissionen zu senken. Mehr
Energieszenarien der Bundesregierung halten Klimaziel auch ohne Atomkraft für erreichbar - zu etwas höheren Kosten. Forscher erwarten, dass ab 2015 keine neuen Kohlekraftwerke mehr ans Netz gehen. Klimagipfel am 3. Juli Mehr
Deutschland ist Vorreiter beim europäischen Klimaschutz. Die Bundesrepublik hat ihren CO2-Ausstoß bis 2005 um 2,3 Prozent vermindert. Umweltminister Sigmar Gabriel will den CO2-Ausstoß bis 2020 um 40 Prozent reduzieren. Und zwar ohne Atomstrom. Mehr
Für eine Öffnung des CO2-Handels an der Europäischen Energiebörse (EEX) plädiert das Forschungsinstitut B&D-Forecast. Die Kosten des Klimaschutzes könnten damit in Europa um 20 Milliarden Euro pro Jahr gesenkt werden. Mehr
Umweltorganisation Germanwatch wirft VW-Konzern vor, gegen internationales Recht zu verstoßen. Fahrzeuge mit hoher Kohlendioxid-Emission stünden nicht im Einklang mit den Leitsätzen der OECD. Bundeswirtschaftsministerium soll verhandeln. Mehr
Deutschland kann seine Ziele im Klimaschutz offenbar auch ohne die Kernkraft erreichen. Das geht aus Berechnungen hervor, die das Bundeskanzleramt am Montag den sogenannten Sherpas des Energiegipfels vorlegte. Nach Informationen aus Teilnehmerkreisen könnte Deutschland demnach bis 2020 gut 39 Prozent weniger Kohlendioxid produzieren, sofern es beim Atomausstieg bleibt. Dürfen die Kernkraftwerke dagegen länger laufen, sänken die Treibhausgasemissionen um gut 45 Prozent. Die Bundesregierung will eine Minderung um 40 Prozent bis 2020 zusagen, sofern die EU sich auf ein Minus von 30 Prozent verpflichtet. Unklar ist bislang, wie dann der deutsche Energiemix aussehen wird und wie sich die Mischung auf den deutschen Klima-Fahrplan auswirkt. Über den Energiemix sollen am 3. Juli zum dritten und letzten Mal die Teilnehmer des Energiegipfels im Kanzleramt diskutieren. Umstritten ist dabei vor allem die künftige Rolle von Kernkraft und Kohle, aber auch von erneuerbaren Energien. Experten des Kölner Energiewirtschaftlichen Instituts und der Schweizer Prognos hatten dazu untersucht, wie sich der Energiemix unter verschiedenen Annahmen entwickelt. So unterstellt ein Szenario eine Verlängerung der Laufzeiten deutscher Kernkraftwerke um 20 Jahre, ein anderes den forcierten Ausbau erneuerbarer Energien. Teilnehmer der Runde zeigten sich am Montag enttäuscht von den Resultaten. So seien die Preise für Erdöl und CO2-Emissionsrechte zu niedrig angesetzt. "Es hätten viel mehr Varianten gerechnet werden müssen", sagte ein Sherpa.
Sie sind nicht nur die Hoffnung für die Zukunft, sondern auch aktiv an deren Zerstörung beteiligt. Nach Energiesparlampen, Mülltrennung und Hybridautos beschreibt eine britische Studie jetzt einen neuen Ansatz zum Schutz der Umwelt. Ein Kind weniger - das reicht schon, sagen Wissenschaftler. Mehr
Der malaysische Ökonom Martin Khor macht die Industrieländer für die Klimakrise verantwortlich. Daher müssten sie für die Anpassungsmaßnahmen im Süden zahlen und die nötige Technologie zur Verfügung stellen - ohne Patentschutz
taz: Herr Khor, Sie beraten viele Regierungen des Südens. Was empfehlen Sie denen im Vorfeld der Weltklimakonferenz in Bali im Dezember?
Martin Khor: Die Entwicklungsländer sollten zunächst den Klimawandel als ernstes Problem anerkennen. Das ist gar nicht so einfach, denn viele andere Probleme wie Hunger, Aids oder Wirtschaftskrisen erscheinen dort viel dringender. Aber durch die Berichte des Weltklimarats (IPCC) haben die Entwicklungsländer jetzt endlich verlässliche Informationen darüber, was sie zu erwarten haben. Mehr
Die EU-Kommission hat nach
der Vorstellung des neuen UN-Weltklimaberichts
den geplanten Bau neuer
Kohlekraftwerke in Deutschland kritisiert.
„Braunkohle ist, was die Treibhausgase
angeht, die ungünstigste Wahl“, sagte
EU-Umweltkommissar Stavros Dimas
der Bild am Sonntag. „Wer heute noch
neue Kohlekraftwerke baut, muss sich
im Klaren sein, dass eine solche Politik
uns alle langfristig teuer zu stehen
kommt.“ Bundesumweltminister Sigmar
Gabriel wies die Kritik zurück.
Mehr dazu in der Printausgabe
Laut Kioto-Protokoll können Firmen sich mit dem Export von Umwelttechnik in Entwicklungs- und Schwellenländer Emissionsrechte sichern. So schützen sie das Klima und helfen gleichzeitig, Energie zu sparen. Mehr
Die Klima-Debatte war in letzter Zeit derart hitzig, dass man den Eindruck gewinnen konnte, für Politiker sei das ein spannendes, neues Thema. Der Eindruck trügt: Das Thema steht seit längerer Zeit auf der Tagesordnung, 2000 verabschiedete Deutschland sein erstes Klimaschutz-Programm, das 2005 revidiert wurde. Der Instrumentenkasten der Klimapolitik ist daher recht gut gefüllt. Mehr
Jeder kennt sie: Die gartenhausgroßen Transformatoren stehen in der Landschaft an Knotenpunkten des Stromnetzes. Weniger bekannt ist, dass jeder Transformator die Klimabilanz mit 2000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr belastet. Neue Technologien könnten dies verhindern. Mehr
Bangkok –Deutschland pocht bei der Sitzung
des UN-Klimarats in Bangkok auf
klare Obergrenzen für den weltweiten
Ausstoß von Treibhausgasen. „Wir müssen
zu einer klaren Mengenbegrenzung
kommen,wie viele Treibhausgase zugelassen
werden“, sagte der Staatssekretär im
Bundesumweltministerium, Michael Müller,
amDonnerstagamRande der Gespräche.
Der UN-Klimarat will den dritten
Teil seines neuen Klimaberichts an diesem
Freitag in der thailändischen Hauptstadt
vorlegen. Der Report beschäftigt
sich mitMaßnahmen gegen dieErderwärmung.
Das Papier muss von den Regierungsvertretern
gebilligt werden.
Mehr dazu in der Printausgabe
Der Umweltschutz in den Städten ist nach Angaben des „Berichts zur Lage der Welt“ entscheidend, um die drohende Erderwärmung abzuwenden. Die am Donnerstag in Berlin vorgestellte Studie weist darauf hin, dass seit 2007 ebenso viele Menschen weltweit in Städten wie auf dem Land leben. Vor 30 Jahren konzentrierte sich nur ein Drittel der Menschheit in den Ballungsräumen, bis zum Jahr 2050 sollen des zwei Drittel sein. Der Bericht wird von „Worldwatch Institute“ und der grünen-nahen Heinrich-Böll-Stiftung herausgegeben. Mitautor Gunther Hilliges betonte, dass ohne eine Einbeziehung der Ballungsräume eine nachhaltige Entwicklung nicht zu erreichen sei. Die weltweit rund 500.000 Städte bedecken nach seinen Angaben zwar nur zwei Prozent der Erdoberfläche, verbrauchen aber 80 Prozent der Ressourcen. Von den 33 Städten, die voraussichtlich im Jahre 2015 über acht Millionen Einwohner zählen, sind laut Studie 21 wegen ihrer Küstenlage vom Anstieg des Meeresspiegels infolge des Klimawandels bedroht. Mehr
Der dritte Arbeitsbericht des UN-Klimarats ist in Bangkok einstimmig verabschiedet worden. Die Regierungsvertreter von mehr als 100 Ländern billigten den 24-seitigen Text, wie aus Teilnehmerkreisen verlautete. Laut dem Bericht ist nur noch wenig Zeit, um die Erde vor der Klimakatastrophe zu retten. Wenn der immer noch rasant steigende Ausstoß von Treibhausgasen ab 2015 zurückgehe, seien die schlimmsten Folgen zu vermeiden, heißt es nach Angaben aus Teilnehmerkreisen in dem mit Spannung erwarteten Schlussdokument des Weltklimarates, das am Vormittag in Bangkok veröffentlicht werden sollte. Dafür müssten die Emissionen bis Mitte des Jahrhunderts um 50 bis 80 Prozent reduziert werden. Mehr
Der Weltklimarat der Vereinten Nationen (IPCC) hat die Vorstellung seines neuen Klimaberichts wirklich sehr medienwirksam inszeniert. Erst wurde im Februar das Ausmaß des Klimawandels prognostiziert, dann zwei Monate später die Folgen des Temperaturanstiegs. Mit Spannung blickte die Welt nun in die thailändische Hauptstadt Bangkok, wo jetzt der dritte und letzte Teil des Klimaberichts verabschiedet wurde. Die Klimaexperten lassen keinen Zweifel daran, dass schnell gehandelt werden muss. Es bleiben nur noch acht Jahre, um den Klimawandel zu beeinflussen. Die dafür notwendigen Technologien aber sind längst vorhanden. Das ist die beruhigende Nachricht aus Bangkok. Mehr
Click here to find out more! In Bangkok debattierten diese Woche über 400 Klimaexperten aus 120 Nationen den von Regierungen und Umweltgruppen weltweit mit Spannung erwarteten Schlussbericht des UN-Klimarates. Der erste Teil des im Februar in Paris veröffentlichten Berichts hatte hohe Wellen geschlagen, weil er wissenschaftlich deutlich wie nie zuvor belegte, dass Menschen für den Großteil der Erderwärmung verantwortlich sind. Der dritte wurde am Morgen verabschiedet. Er unterbreitet konkrete Vorschläge, wie den Ausstoß von Treibhausgasen zu senken und die Erderwärmung zu verlangsamen. Hauptzündstoff bei der ganzen Sache ist die Frage, wer für die Maßnahmen zahlen soll. Die G8-Industrieriesen wollen ihr Wirtschaftswachstum nicht gedrosselt sehen und die größten Verschmutzer der Zukunft, China und Indien, zeigen wenig Begeisterung, entsprechende Richtlinien einzuführen. Nach Berichten aus dem Plenum stemmte sich hauptsächlich China gegen Vorstöße, Maßnahmen gegen Treibhausgase mit den dafür nötigen Kosten zu verbinden. Mehr
Die Delegierten des Weltklimarats (IPCC) in Bangkok haben sich nach zähem Ringen auf den abschließenden Wortlaut des Weltklimaberichts geeinigt. Im Mittelpunkt des dritten Teils dieses Berichts stehen Maßnahmen zur Eindämmung der Erderwärmung. Der Text wurde am Freitag in Bangkok veröffentlicht.
„Die Arbeit ist vollendet“, sagte ein Mitglied der südafrikanischen Delegation, Peter Lukey. Es sei alles erreicht was man habe erreichen wollen, und sogar noch mehr. „Die Botschaft lautet: Wir müssen jetzt handeln.“
Überschwemmungen, Dürren, Epidemien
Laut dem Bericht bleibt nur noch wenig Zeit, um die Erde vor einer Klimakatastrophe zu retten. Wenn der immer noch rasant steigende Ausstoß von Treibhausgasen ab 2015 nicht mehr weiter wachse, seien die schlimmsten Folgen zu vermeiden, heißt es in dem Schlussdokument. Dafür müssten die Emissionen bis Mitte des Jahrhunderts um 50 bis 80 Prozent reduziert werden. Mehr
Der mit Spannung erwartete dritte Teil des Klimaberichts der Vereinten Nationen ist unter Dach und Fach. Die Delegierten einigten sich nach fünftägigen Beratungen auf die Feststellung, dass die Bekämpfung des Klimawandels bezahlbar und die Technologie dafür verfügbar sei, wie ein hochrangiger Vertreter am Freitag sagte.
Dem Bericht zufolge existiert ein "erhebliches wirtschaftliches Potential für die Minderung der weltweiten Treibhausgasemissionen“.
Allerdings bleibt der Menschheit kaum noch Zeit: Der weltweite Treibhausgasausstoß muss innerhalb der nächsten acht Jahre stabilisiert werden. Und bis Mitte des Jahrhunderts ist eine Verringerung der Emissionen um 50 bis 80 Prozent notwendig. Dann ließen sich die schlimmsten Folgen des Klimawandels noch abwenden. Mehr
Der alte Umweltspruch vom globalen Denken und lokalen Handeln bekommt eine neue Bedeutung. Denn während Angela Merkel immer noch darüber nachdenkt, wie sie die USA und China in globale Klimaverhandlungen einbinden kann, haben Lokalpolitiker bereits mit dem Handeln angefangen.Im "Bericht zur Lage der Welt 2007" analysiert das Washingtoner Worldwatch-Institut, was Städte gegen den Klimawandel unternehmen und wie sie dabei voneinander lernen können. "Wenn die Städte die Wende zur Nachhaltigkeit nicht schaffen, dann schafft es niemand", sagte der Freiburger Oberbürgermeister Dieter Salomon (Grüne) gestern bei der Vorstellung des Berichts in Berlin. Mehr als die Hälfte der Menschheit lebt in Städten. Gleichzeitig sind Städte weltweit für 80 Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich. Mehr
Bislang sieht es so aus, als wäre der Kampf aussichtslos: Der Gletscher auf Deutschlands höchstem Berg schrumpft von Jahr zu Jahr. Wegen des Klimawandels könnte er wie das "ewige Eis" anderswo auf den Alpengipfeln eines Tages verschwunden sein. Mehr
Die ungewöhnliche Frühlings-Hitzewelle wird den Bauern offenbar eine Missernte von historischem Ausmaß bescheren. Auf rund einem Drittel der Anbauflächen drohten Getreide und Weidegras zu vertrocknen, sagte Michel Lohse, Sprecher des Deutschen Bauernverbandes dem Tagesspiegel. Eine solche Situation habe es zu dieser Jahreszeit noch nicht gegeben. Auch auf den übrigen Flächen rechnet der Verband mit Einbußen, sollte es nicht wider Erwarten in Kürze regnen. Im April war nur gut fünf Prozent des üblichen Regens gefallen. Greift die Hitze junge Pflanzen an, ist von der Ernte oft nichts zu retten. Mehr
Gletscher wachsen trotz des Klimawandels Das Eis an den Polkappen schmilzt, Gletscher verschwinden. Szenarien wie diese als mögliche Folgen des Klimawandels sind bekannt. Doch in Neuseeland wachsen die Gletscher gegen den Trend massiv an. Ein Widerspruch zum gegenwärtigen Klimawandel? Mehr
Deutschland gibt den Klima-Vorreiter. Erst schwor Kanzlerin Angela Merkel (CDU) Anfang März die Europäische Union als Ratspräsidentin auf ein neues, ambitioniertes Klimaschutzziel ein. Nun legte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) nach: Vorige Woche gab er bekannt, dass Deutschland seinen Treibhausgas-Ausstoß bis 2020 um 40 Prozent - gegenüber dem Basisjahr 1990 - senken will. Und er präsentierte eine "Roadmap", wie das zu schaffen sei.
Dass Deutschland weiter vorangeht, ist für die ganze EU sehr wichtig. Nur wenn die größte Volkswirtschaft in dem 27er Club ihre Emissionen überproportional senkt, kann die EU auf ihr 2020er Ziel von "minus 20 Prozent" kommen, das, wenn andere wichtige Industriemächte wie USA oder Japan beim Klimaschutz offensiv mitziehen, auf "minus 30" erhöht werden soll. Mehr
Es wird teuer. Obwohl keiner weiß, wie teuer genau. Denn was es die Menschheit kostet, wenn, zum Beispiel, mit dem Regenwald die grüne Lunge des Planeten verschwindet, lässt sich in Euro oder Dollar kaum berechnen. Auch nicht wirklich, wie viel das Leben von Menschen wert ist, die bei klimabedingten Sturmfluten an den Küsten von Bangladesch oder bei einem neuen Monster-Hurrikan im Golf von Mexiko sterben würden. Trotzdem sind sich die UN-Experten, die diese Woche in Bangkok tagen, einig: Es gibt eine Grenze im bereits angelaufenen Klimawandel, die nicht überschritten werden darf. Die Veränderungen in einer „Super-Warmzeit“ würden sonst so dramatisch, dass sie nicht mehr beherrschbar wären. Diese Grenze liegt bei einer Erwärmung des Globus um zwei Grad. Wird es noch heißer, steht nicht nur das Ökosystem Regenwald auf der Kippe. Mehr
Die USA und China wollen den neuen Bericht des Weltklimarats zu Maßnahmen im Kampf gegen die globale Erwärmung offenbar abschwächen. Die Möglichkeiten zur Reduzierung von Treibhausgasen seien teurer und zeitaufwendiger als von Wissenschaftlern angegeben, heißt es in Dokumenten aus Washington und Peking, die der Nachrichtenagentur AP vorliegen. Internationale Experten begannen am Montag in Bangkok mit Beratungen über das weitere Vorgehen angesichts der globalen Erwärmung. Der dritte Teil des Weltklimaberichts soll am Freitag vorgelegt werden. Der im Februar in Paris vorgestellte erste Teil des Weltklimaberichts stellte die Verantwortung des Menschen für die Erderwärmung so deutlich heraus wie keine Studie zuvor. Der Anfang April in Brüssel vorgelegte zweite Teil zeichnete ein dramatisches Bild von den Folgen des Klimawandels. Vor allem die ärmsten Länder sind demnach von Hunger, Wassermangel, Stürmen und Überschwemmungen betroffen.
Gegen die drohende Klima-Katastrophe wollen die USA jetzt Seite an Seite mit der EU kämpfen. Auf dem Gipfel in Washington willigte die US-Regierung nach jahrelangem Zögern am Montag ein, an den Anstrengungen zur Verhinderung der drohenden Klimakatastrophe mitzuwirken.
In Bangkok mahnte unterdessen der UN-Klimarat zu Beginn seiner Beratungen rasches Handeln an. Klimaforscher und Regierungsvertreter aus mehr als 100 Ländern wollen dort breiten politischen Konsens für weltweites Handeln zum Klimaschutz schaffen. Mehr
Bangkok – Die Rettung der Erde vor
den katastrophalen Folgen des Klimawandels
steht in dieser Woche
auf der Tagesordnung des UN-Klimarats
in Thailand. In Bangkok
legen von heute an rund 100 führende
Klimaexperten letzte Hand
an ein Arbeitspapier, das Regierungen
konkrete Vorschläge zur
Abwendung der Klimakatastrophe
unterbreiten soll. Die Empfehlungen
der Experten sind – nach den
bisher bekannt gewordenen Entwürfen
– kontrovers und dürften
unter den Regierungsvertretern,
die den Bericht vor der Veröffentlichung
Zeile für Zeile absegnen
müssen, Zündstoff bieten.
Mehr dazu in der Printausgabe
Frankfurter Rundschau: Herr Edenhofer, die ökonomischen Schäden eines ungebremsten Klimawandels sind offenbar höher als früher gedacht. Warum?
Ottmar Edenhofer:In den Berechnungen fehlte, dass wir Kippschalter im Erdsystem aktivieren, falls wir zulassen, dass die globale Mitteltemperatur um mehr als zwei Grad gegenüber dem vorindustriellen Niveau steigt. Das hätte fatale Folgen. Mehr
Berlin/ Frankfurt a. M. In dem gemeinsamen Kommuniqué, das der FR vorliegt, findet sich unter anderem ein ausdrückliches "Bekenntnis zur jüngsten Arbeit des (Weltklimarats) IPCC". Daneben verpflichten sich Amerikaner sowie Europäer zu einer "konstruktiven" Vorbereitung der nächsten UN-Klimakonferenz im Dezember 2007 in Indonesien. Die USA und die EU wollen umgehend ihre jeweiligen "Energie-Infrastrukturen" so umbauen, dass die "Herausforderungen des Klimawandels, der Versorgungssicherheit und der nachhaltigen Entwicklung wirksam angenommen" werden könnten. Mehr
Darin sind sich beide Seiten einig, dass eine „schnelle globale Politik“ erforderlich sei, um dem Klimawandel zu begegnen. Konkrete Ziele für eine Reduktion der Treibhausgase enthält die Erklärung aber nicht. Nach den Gesprächen zwischen US-Präsident George W. Bush, Bundeskanzlerin Angela Merkel als EU-Ratspräsidentin und der Spitze der EU-Kommission soll in der amerikanischen Hauptstadt auch eine Rahmenvereinbarung über eine neue transatlantische Wirtschaftspartnerschaft unterzeichnet werden.
In dem Dokument zum Klimawandel erkennen beide Seiten - also auch die USA - den Klimawandel als „globale Herausforderung an die internationale Gemeinschaft“ an. Beide Seiten seien verpflichtet, „das Bestmögliche zu tun, um die Treibhausgase auf einem Level zu stabilisieren, um gefährliche vom Menschen ausgelöste Störungen des Klimasystems“ zu verhindern, heißt es in der Erklärung. Mehr
Berlin – Der Himmel über Berlin
strahlte in wolkenlosem Blau. Es
war sommerlich warm. Viel zu
warm für diese Jahreszeit. Die
Sonne knallte durch die gläserne
Reichstagskuppel in den Plenarsaal
des Bundestags. „Die letzten
Monate haben uns allen die Gefahren
des Klimawandels vor Augen
geführt“, sagte Bundesumweltminister
Sigmar Gabriel (SPD) in seiner
Regierungserklärung zur Klimapolitik.
„Die Zeit zum Handeln
ist gekommen.“
Bis 2020 will Deutschland den
Ausstoß von Treibhausgasen im
Vergleich zum Basisjahr 1990 um
40 Prozent reduzieren. So hat es
der Bundestag bereits beschlossen
und ist damit noch über das EUZiel
von minus 30 Prozent hinausgegangen.
Im Vergleich zum
Jahr 2006 sollen nun noch einmal
270 Millionen Tonnen weniger
Kohlendioxid (CO2) ausgestoßen
werden. „Das ist sehr ehrgeizig,
aber machbar“, sagte Gabriel und
legte einen Acht-Punkte-Plan mit
konkreten Maßnahmen vor. Zum
ersten Mal werde es nun wirklich
ernst beim Klimaschutz.
Mehr dazu in der Printausgabe
Berlin - Als Vorreiter im Klimaschutz empfindet sich die Bundesregierung schon lange - jetzt hat Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) den Parcours ausgebaut. In einer Regierungserklärung trug Gabriel am Donnerstag vor, wie Deutschland seine eigenen Ziele erreichen kann. Um ihr Angebot an die EU-Staaten einzulösen, muss die Bundesregierung Wirtschaft und Verbrauchern weitere 270 Millionen Tonnen Kohlendioxid abtrotzen. Das entspricht jenen 40% CO2-Minderung, die Deutschland bis 2020 erreichen will, sofern andere EU-Staaten mitziehen.
Mehr dazu in der Printausgabe
Berlin - Mit einer intern abgestimmten Regierungserklärung zum Klimaschutz legte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) am Donnerstag auch die eigenen Kabinettskollegen auf ein 40-Prozent-Einsparziel fest. Derzeit ist Deutschland von diesem Ziel noch weit entfernt. Seit 1990 hat es seine Klimagase - vor allem dank Wiedervereinigung - um 18 Prozent reduziert. Doch im letzten Jahr ging der Ausstoß der Klimakiller wieder nach oben. Mehr
Weltbank-Chef Paul Wolfowitz gerät immer stärker unter Druck. Während die Ermittler in Sachen Günstlingswirtschaft bislang nichts finden, was ihn entlastet, meldet sich jetzt auch der Chefwissenschaftler der Weltbank, Robert Watson, zu Wort. Sein Vorwurf: Die Führungsriege um Wolfowitz wollte den Klimawandel totschweigen. Eigentlich sollte die Weltbank eine führende Rolle im Kampf gegen den Klimawandel spielen. So sah es zumindest der Auftrag des G-8-Gipfels von Gleneagles 2005 vor. Die Weltbank sollte dafür sorgen, dass Investitionen und Entwicklungshilfe in saubere Energien gelenkt werden. Mehr
Eine "Straßenkarte" hatte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) schon vor Wochen angekündigt - ein genaues Verzeichnis der Wege zum Klimaschutz. Gestern nun legte der Minister dem Bundestag seine "Roadmap" vor. Einige Straßen, so das Ergebnis, sind genau eingezeichnet, andere sind nur gestrichelte Linien. Wer ihnen folgt, läuft Gefahr, sich zu verfahren. Mehr
Mit ihren Plänen zum Klimaschutz hat sich die Bundesregierung hohe Ziele gesetzt - und lässt sich dies einiges kosten. Bis 2010 sollen insgesamt 3 Milliarden Euro an Haushaltsmitteln zur Verfügung stehen. Umweltminister Sigmar Gabriel stellte gestern acht Punkte vor, um dies Ziel zu erreichen. Mehr
Weil das griechische Alphabet mit Omega aufhört, ist der Buchstabe zum Symbol für das Ende geworden. Für Deutschland könnte das Omega ein Ende der Sorglosigkeit über die möglichen Folgen des Klimawandels bedeuten.
Über dem Land liegt zurzeit eine Omega-Wetterlage, ein stabiles Hoch, umgeben von einem Ring aus Tiefs. So erklärt Tobias Fuchs vom Deutschen Wetterdienst den April mit seinen Sommertemperaturen und dem Regenmangel. Die Waldbrandgefahr steigt, Bauern fürchten um ihre Ernte, Schiffe auf dem Rhein müssen wegen Niedrigwassers ihre Frachtmengen reduzieren.
Auch wenn kein Meteorologe belegen kann, dass ein singuläres Wetterereignis direkt durch den globalen Klimawandel ausgelöst wird, ist doch unter Forschern unbestritten: "Wasser wird auf der ganzen Welt zu einem großen Problem", sagt Fuchs. Das bestätigen die jüngst veröffentlichten Berichte des Weltklimarats IPCC. Feuchte Gebiete in höheren Breiten (zum Beispiel Skandinavien) werden demnach noch feuchter, trockene Regionen näher am Äquator (wie der Mittelmeerraum) trockener. Mehr
Der Himmel über Berlin strahlte in wolkenlosem Blau. Es war sommerlich warm. Viel zu warm für diese Jahreszeit. Die Sonne knallte durch die gläserne Reichstagskuppel in den Plenarsaal des Bundestags. „Die letzten Monate haben uns allen die Gefahren des Klimawandels vor Augen geführt“, sagte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) in seiner Regierungserklärung zur Klimapolitik. „Die Zeit zum Handeln ist gekommen.“
Bis 2020 will Deutschland den Ausstoß von Treibhausgasen im Vergleich zum Basisjahr 1990 um 40 Prozent reduzieren. So hat es der Bundestag bereits beschlossen und ist damit noch über das EU-Ziel von minus 30 Prozent hinausgegangen. Mehr
Wegen des Klimawandels muss sich Deutschland nach Ansicht des Deutschen Wetterdienstes (DWD) auf mehr Hitzewellen mit zahlreichen Todesfällen und auf schwere Unwetter einstellen. Nach den am Dienstag in Berlin vorgelegten Wetterbeobachtungen des DWD stiegen die Temperaturen in den vergangenen Jahren bereits deutlich an. „Der globale Klimazug rollt und ist nicht mehr anzuhalten“, sagte DWD-Präsident Wolfgang Kusch. Der Wetterdienst forderte deshalb, sich in Deutschland auf die Folgen besser einzustellen. Besonders die Landwirtschaft werde mit den Klimaänderungen zu kämpfen haben. Mehr
Berlin – Bundesumweltminister
Sigmar Gabriel (SPD) strotzte geradezu
vor guter Laune. Gerade
hatte das Kabinett seine ambitionierten
Pläne zum Klimaschutz
abgenickt. Sichtlich zufrieden erklärte
Gabriel anschließend, wie er
vor allem die deutschen Stromerzeuger
dazu bringen will, künftig
weniger klimaschädliches Kohlendioxid
(CO2) auszustoßen.
Denn Deutschland hat sich ehrgeizige
Ziele gesetzt. Bis 2012 soll
der Ausstoß von Treibhausgasen
im Vergleich zu 1990 um 21 Prozent
reduziert werden. Die Europäische
Union insgesamt hat sich im Kyoto-
Protokoll zu einer Reduktion
von acht Prozent verpflichtet.
Mehr dazu in der Printausgabe
Berlin - Die Bundesregierung habe mit dem jetzt vorgelegten Nationalen Allokationsplan II den Unternehmen sehr ambitionierte Vorgaben zum Klimaschutz gemacht, betonte der SPD-Politiker Gabriel. Das Kabinett billigte gestern nach wochenlangem Streit die Obergrenzen der zulässigen Treibhausgas-Emissionen und das Zuteilungsgesetz zur Vergabe von Verschmutzungsrechten an Energiekonzerne und Industrie.
Uneinigkeit herrscht in der Koalition jedoch immer noch darüber, ob diese CO2-Lizenzen künftig weiter kostenlos an Unternehmen vergeben oder versteigert werden sollen. Während der Umweltminister und seine SPD-Kabinettskollegen nach anfänglichen Bedenken jetzt für eine Versteigerung eines Teils der Emissionszertikate plädieren, stellen sich Teile von Unions- und SPD-Fraktion gegen diese Pläne. Mehr
Genf - Auf Antrag Großbritanniens diskutierte am Dienstag der UN-Sicherheitsrat erstmals über mögliche Klimakatastrophen, die zu blutigen Konflikten führen könnten. Eigentlich ist das höchste UN-Organ für die Gewährleistung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit zuständig. Oft greifen seine 15 Mitglieder erst ein, wenn ein Konflikt bereits aus den Fugen geraten ist.
Die Erörterung hypothetischer Gefahren wurde von einigen Staaten begrüßt, von anderen als politisch motivierte Panikmache abgetan. "Unsere Verantwortung schließt die Konfliktverhütung ein", verteidigte die britische Außenministerin Margaret Beckett ihre Idee. Großbritannien führt diesen Monat den Vorsitz des Sicherheitsrats. Beckett zitierte den Präsidenten Ugandas, Yoweri Museveni, der den Klimawandel "eine Aggressionshandlung der Reichen gegen die Armen" genannt hatte. Mehr
Berlin - Die Bundesregierung unternimmt einen zweiten Anlauf für den Emissionshandel. Nachdem die Brüsseler EU-Komission im November die deutschen Pläne als zu lasch verworfen hatten, verständigte sich das Bundeskabinett am Mittwoch auf schärfere Regeln insbesondere für die deutschen Kernkraftwerke. "Damit erreicht Deutschland sein Kyoto-Ziel", sagte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) nach der Kabinettssitzung. Umweltschützer und Gründe kritisierten dagegen, die neuen Regeln begünstigten die besonders klimaschädlichen Braunkohlekraftwerke zu stark.
Mehr dazu in der Printausgabe
Energieeffizienz und Klimaschutz: Diese Themen stehen auch im Mittelpunkt der Hannover Messe, auf der noch bis morgen 6.400 Unternehmen ihre neuen Produkte oder technologischen Lösungen präsentieren. Für den Chef der Messegesellschaft steht fest, dass "der effiziente Umgang mit Energie und die Versorgungssicherheit" "maßgeblich über Standortfragen und Wettbewerbsfähigkeit ganzer Branchen entscheiden". Mehr
Die Luft mit Kohlendioxid zu belasten, soll Geld kosten. Eigentlich. Das ist die Idee modernen Klimaschutzes. Praktisch bekommt die Wirtschaft ihre Verschmutzungsrechte aber geschenkt. Vielleicht nicht mehr lange: Die Versteigerung der Abgas-Zertifikate könnte demnächst im Bundestag beschlossen werden, sagte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) gestern. Das Bundeskabinett hatte zuvor den Plan für den Emissionshandel in Deutschland zwischen 2008 und 2012 abgesegnet. Industrie und Energiewirtschaft dürfen pro Jahr 453 Millionen Tonnen klimaschädlichen Kohlendioxids ausstoßen. Die Abgas-Aktien dafür bekommen sie kostenlos, obwohl die EU erlaubt, zehn Prozent zu versteigern. Die Auktion würde die Verschmutzungsrechte verteuern. Deshalb sind die Unternehmen und Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) dagegen, die Umweltverbände aber dafür. Mehr
Potsdam – Der Klimawandel ist nach Ansicht von Experten unabwendbar. „Der Klimawandel ist schon da; die Frage ist: Schaffen wir es, ihn zu begrenzen, oder läuft er uns aus dem Ruder?“, sagte der Mitautor des UN-Klimaberichts, Wolfgang Cramer, bei einer Tagung in Potsdam. Zunehmende Trockenheit im Mittelmeerraum und Wirbelstürme in der Karibik seien ein „Vorgeschmack“ auf die Zukunft. Die Entwicklung der nächsten 10 bis 20 Jahre sei zwar nicht mehr zu beeinflussen, danach gebe es jedoch Optionen, sagte Cramer. „Wenn wir nichts tun, ist der Schaden deutlich höher.“
Genf – Nach Angaben von UNKlimaforschern wird der zu erwartende Temperaturanstieg in den Alpen doppelt so stark ausfallen wie im globalen Mittel.
Bremen - Die Grünen haben sich auf ihrem kleinen Parteitag in Bremen zur "ökologischen Avantgarde" erklärt. Als Kilmaschutzpartei wollen sie "Kristallisationskern" einer neuen Bügerbewegung werden. Parteichefin Claudia Roth sagte, derzeit laufe zwar die breiteste Umweltdebatte, die Deutschland je erlebt hatte. So macher aus der Politik "steige aber nur auf das Trittbrett und hängt das grüne Fähnchen raus". Dies gelte auch für Angela Merkel. Sonntags gebe die Kanzlerin die "Kima-Queen", werktags jedoch bremse sie aber wieder. Dabei dürfe es jedoch nicht bleiben, schließlich habe die Welt beim Klimaschutz "nur noch ein Zeitfenster von 10 bis 15 Jahren". Die Grünen beschlossen deshalb einen Forderungskatalog. So sollten künftig alle Gesetze vor ihrer Verabschiedung einem "Klima-Check" unterzogen werden - ähnlich dem "Bürokratie-Tüv", den Merkel bereits eingeführt hat.
Mehr in der Printausgabe vom 16.04.2007
Der dritte Teil des UN-Berichts zur globalen Erwärmung hält nach Angaben der „Bild“-Zeitung einen Klimawandel für aufhaltbar. Wie das unter Berufung auf den Bericht schreibt, verfügen die Industrienationen über die wirtschaftlichen und technischen Möglichkeiten, um den Klimawandel zu stoppen. Sie müssten allerdings schnell reagieren. Das seien die Kernaussagen des dritten Teils vom UN-Klimabericht, berichtet die Zeitung. Mehr
Ausstieg aus der Atomkraft? Die sieben reichsten Industrienationen (G 7) wollen davon nichts wissen. Im Gegenteil: Am Wochenende gaben die G-7-Finanzminister der Atomenergie ihren ausdrücklichen Segen als Alternative zu fossilen Energieträgern. Und als probates Mittel im Kampf gegen den Klimawandel. In der Abschlusserklärung ihrer Tagung in Washington heißt es: "Die Diversifizierung (der Energieversorgung) kann fortschrittliche Technologien einschließen wie etwa erneuerbare Energie, Atomkraft und saubere Kohle." Mehr
Bundeswirtschaftsminister Michael Glos will die Förderung der erneuerbaren Energien überprüfen. Ein von ihm in Auftrag gegebenes Gutachten komme zu dem Ergebnis, dass die Förderung der Stromproduktion aus Wind, Sonne, Wasser und Biomasse an einigen Stellen erheblich reformiert werden müsse, berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf das Papier. Mehr
Dass Reinhard Bütikofer glaubt, dafür bei Wind und Wetter im Solarboot über die Spree schippern zu müssen, sagt viel aus über die Gemütslage der Grünen dieser Tage. Den Grünen ist in diesem Punkt mehr Gelassenheit anzuraten. Die Partei steht seit dem Beginn der Klimadebatte in Umfragen stabil zwischen zehn und zwölf Prozent - so gut wie lange nicht mehr. Mehr
China und Japan haben sich verpflichtet, an einem neuen internationalen Rahmenabkommen mitzuarbeiten, das dem Klimawandel begegnen soll. Das sieht eine Erklärung vor, die beim Besuch des chinesischen Ministerpräsidenten Wen Jiabao am Mittwoch in Tokio unterzeichnet wurde. Damit hat sich die Volksrepublik China zum ersten Mal bereit gezeigt, an einer Nachfolgeregelung für das Kyoto-Protokoll mitzuarbeiten und für den Klimaschutz aktiv zu werden. Mehr
Wie aus Brüssel zu hören ist, haben einige Vertreter der Nationalstaaten wie die USA, China, aber auch Russland und Saudi-Arabien die zusammenfassende gemeinsame Erklärung noch einmal nachredigiert und in Teilen abgeschwächt. Ein Passus zu den Klimaschäden in Nordamerika wurde komplett gestrichen. Mehr
Die globale Klimaschutz-Debatte hat einer Studie zufolge äußerst positive Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt. Im Jahr 2020 werde die Öko-Branche mehr Mitarbeiter ernähren als die Autoindustrie. Mehr
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat den Beitrag der USA und Chinas in der Debatte um den zweiten UN-Klimabericht als skandalös kritisiert. Beide Länder hatten auf bedeutsame Streichungen im Text gedrängt. Mehr
Die Beratungen über den zweiten Teil des Weltklimaberichts, der am Freitag in Brüssel vorgestellt werden soll, kommen offenbar nur langsam voran. Mehrere Delegierte sprachen vor der Sitzung des Weltklimarats (IPCC) am Donnerstag von zähen Verhandlungen über jede Zeile des Berichts. Mehr
Im Streit um Klimaschutz und den Bau umweltfreundlicherer Autos will der neue Cheflobbyist der deutschen Autoindustrie: Matthias Wissmann (CDU), auf Umweltverbände und Grüne zugehen. Der designierte VDA-Chef strebt nach eigenen Aussagen vom Wochenende "einen ernsthaften Dialog über die Zukunft einer umweltgerechten Verkehrsentwicklung an". Mehr
EU-Industriekommissar Günter Verheugen wehrt sich gegen die Kritik der deutschen Automobilbranche an den Brüsseler Klimaschutzzielen. «Ich habe im letzten Sommer lange mit Porsche gesprochen und keine Klagen gehört», sagte Verheugen dem «Handelsblatt». Mehr
Stromkonzerne planen über 40 neue Kohlekraftwerke. Bundesregierung will die dreckige Technik weiterhin bevorzugen. Mehr
Nach der Festlegung auf Klimaschutzziele in der EU strebt Kanzlerin Merkel konkrete Klimamaßnahmen im Rahmen ihres G-8-Vorsitzes der sieben führenden Industrienationen und Russlands an. Mehr
Der ehemalige Direktor des UN-Umweltprogramms sieht in der globalen Erwärmung große Chancen für den technischen Fortschritt. Auf ein Nein zu längeren Laufzeiten für Atomkraftwerke will er sich nicht festlegen. Mehr
Die Ankündigung der Umweltminister ist bei Greenpeace auf Skepsis gestoßen. "Wir freuen uns natürlich, wenn der Klimaschutz auch in den Bundesländern als wichtiges Ziel erkannt wird ", sagte deren Energieexperte Andree Böhling der taz. Allerdings passiere jenseits der Ankündigung bisher zu wenig. "Es sind gerade die südlichen Bundesländer, die den Ausbau der erneuerbaren Energien blockieren." Zudem sei ein Reduktionsziel von 30 Prozent nicht ausreichend, um tatsächlich auf Klimaschutz-Kurs zu gehen. Schließlich seien bereits 18 Prozent geschafft, viel davon durch den Zusammenbruch der Industrie in Ostdeutschland. Und seit 1999 stagniere der Kohlendioxid-Ausstoß.
Wie man bis 2020 sogar 40 Prozent CO2 einsparen könnte und dabei gleichzeitig auf Atomkraftwerke verzichten kann, hat die Umweltschutzorganisation nun vom Aachener Ingenieur- und Beratungsunternehmen EUtech ausrechnen lassen. Damit regiert Greenpeace auf eine Aufforderung von Kanzlerin Angela Merkel. "Wer den Ausstieg aus der Atomenergie will, muss ernsthafte Antworten entwickeln, wie wir die Klimaschutzziele erreichen", hatte Merkel im Februar gesagt. Das hat Greenpeace nun getan. Die drei Kernelemente des gestern vorgestellten Konzepts: Energiesparen, eine Verdreifachung des Anteils der erneuerbaren Energien und der Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), also der Nutzung der bei der Stromproduktion aus Kohle und Gas anfallenden Wärme für Heizungen. Mehr
Beim G8-Umweltministertreffen in Potsdam sind in Fragen des Klimaschutzes Differenzen zwischen den USA und den anderen großen Industrienationen deutlich geworden. Mehr
Ohne Zugeständnisse an den Süden gibt es kein neues Abkommen zum Klimaschutz, sagt Umweltminister Gabriel. G-8-Minister tagen in Potsdam Mehr
Gute Nachrichten vom Land: Das Geschäft mit der Biomasse boomt. In wachsendem Umfang werden Raps, Mais und Zuckerrohr zu Treibstoffen oder Heizmitteln verarbeitet. Das sei ein Beitrag zur Energiesicherung und zum Klimaschutz, loben Regierungschefs von George Bush bis Angela Merkel. Über eine neue Einnahmequelle freuen sich Landwirte in aller Welt.
Gute Nachrichten? Andere laufen Sturm gegen den Kraftstoff vom Acker. Mit vielfältigen Argumenten: In Brasilien und Südostasien werde für den Anbau von Energiepflanzen der Regenwald gefällt, kritisieren Naturschützer. Andernorts konkurriere die Biomasse mit der Produktion von Nahrungsmitteln. Heißt also der neue Zielkonflikt: Essen oder Fahren? In Mexiko gab es schon Proteste. Seit Mais auch verheizt werde, seien die Preise für Tortillas gestiegen. Mehr
Der globale Klimawandel ist nach einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) kaum mehr aufzuhalten. Er wird zudem gigantische Kosten für die deutsche Volkswirtschaft verursachen. Der Gesamtschaden in Deutschland, der durch einen Anstieg der weltweiten Durchschnittstemperatur um 4,5 Grad bis 2100 verursacht wird, bezifferte DIW-Umweltökonomin Claudia Kemfert am Mittwoch auf 800 Milliarden Euro bis 2050 und auf 3000 Milliarden Euro bis Ende des Jahrhunderts. Mehr
Bundeskanzlerin Merkel und EU-Umweltkommissar Dimas haben die ehrgeizigen Gesetzespläne der britischen Regierung zur Reduzierung von Kohlendioxid begrüßt. Das Vorhaben weise in die richtige Richtung. Mehr
Großbritannien will beim Klimaschutz weltweit die Vorreiterrolle übernehmen: Als erstes Land legte die Regierung von Premierminister Tony Blair am Dienstag einen Gesetzesentwurf vor, der verbindliche Obergrenzen für den Ausstoß von Treibhausgasen vorsieht. Umweltschützer forderten eine noch stärkere Reduzierung. Mehr
Großbritannien übernimmt beim Klimaschutz eine Vorreiterrolle: Die Blair-Regierung plant ein Gesetz, das radikale Ziele beim Kampf um den Abbau der Treibhausgase verbindlich festgelegt. London geht damit über die Ergebnisse des EU-Gipfels hinaus. Mehr
Umweltminister Sigmar Gabriel hat in der Debatte um den Klimaschutz die Union aufgefordert, den Bekenntnissen zum Klimaschutz auch Taten folgen zu lassen. Spätestens Ende März sollen laut Gabriel die deutschen Ziele bis 2020 feststehen. Mehr
Von wegen Durchbruch: Im Detail erweist sich der EU-Klimakompromiss als Trickserei. Die Politik reagiert mit Rechenspielchen auf die größte Bedrohung der Gegenwart - jetzt ist es offensichtlich: Zum Verhindern der Klimakatastrophe fehlt ihr der Mumm. Mehr
Angela Merkel hat sich durchgesetzt. Die EU-Staaten haben sich im Klimastreit geeinigt. Der Anteil erneuerbarer Energien soll bis 2020 verpflichtend bei 20 Prozent liegen. Die Kanzlerin sprach von einem qualitativen Durchbruch. Mehr
Die Europäische Union hat sich im Kampf gegen den bedrohlichen Klimawandel zu einem Kurswechsel in der Energiepolitik durchgerungen. Nach heftigen Debatten einigten sich die 27 EU-Staats- und Regierungschefs in Brüssel darauf, bis 2020 den Ausstoß von Treibhausgasen um ein Fünftel zu senken. Zudem steuert der Gipfel auf einen verbindlichen Ausbau erneuerbarer Energien in Europa zu. Die deutsche EU-Ratspräsidentschaft legte nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa am Freitag einen Beschlussentwurf vor, der ein bindendes Ziel von 20 Prozent alternativer Energiequellen aus Wind, Wasser, Sonne und Biomasse im EU-Durchschnitt bis 2020 festschreibt. Das Papier berücksichtigt zugleich unterschiedliche Ausgangslagen in den 27 EU-Staaten. Mehr
EU-Ratspräsidentin Angela Merkel hat im Ringen um eine neue europäische Klimapolitik einen Teilerfolg geschafft. Die Treibhausgase sollen bis 2020 um ein Fünftel reduziert werden - doch der Streit um die erneuerbaren Energien dauert an. Am Morgen legten die Deutschen einen verbindlichen Beschlussentwurf vor. Mehr
Verbindliche Vorgaben vor EU-Treffen umstritten. BDI fordert weniger, Umweltverbände mehr Verpflichtungen. Mehr
Vor Beginn des EU-Gipfels in Brüssel hat EU-Ratspräsidenten Angela Merkel stramme Ziele vorgegeben. "Wir wollen den in der Geschichte der EU konkretesten und ehrgeizigsten Aktionsplan zum Klimaschutz beschließen." Mehr
Im Moment gibt die Bundeskanzlerin die große Umweltschützerin. Doch dass es ihr wirklich ernst ist, muss sie in diesen Wochen erst beweisen. Mehr
Vor Brüsseler Gipfel: Verbände drängen Kanzlerin zu rigorosem Vorgehen im Kampf gegen Erderwärmung / Doch in Europa und der eigenen Partei formiert sich Widerstand Mehr
Die Ansätze könnten kaum unterschiedlicher sein: Bundeskanzlerin Merkel will beim EU-Gipfel in Brüssel möglichst konkrete Festlegungen beim Klimaschutz erreichen - aber die deutsche Wirtschaft bremst. BDI-Chef Thumann warnt vor zu viel Belastung für die Unternehmen. Mehr
Im Streit um verbindliche Klimaschutzziele hat EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso der EU-Ratsvorsitzenden Angela Merkel den Rücken gestärkt. «Diese Ziele sollten zwingend sein, nur so sind wir glaubwürdig», sagte Barroso am Dienstag in Brüssel zwei Tage vor dem Gipfel der Staats- und Regierungschefs. Mehr
Politiker überschlagen sich mit neuen Vorschlägen zum Klimaschutz. Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) kündigte am Wochenende eine Ökoplakette an, die in Zukunft den Energieverbrauch von neuen Autos angeben soll. "Wir brauchen ein einfaches System wie bei Kühlschränken oder Waschmaschinen, wo jeder mit einem Blick den Energieverbrauch eines Neuwagen erfassen kann", sagte Tiefensee der Welt am Sonntag. Für das Auto-Ökosiegel will Tiefensee in Kürze ein Konzept vorlegen. Das neue Energielabel ist eine weitere Maßnahme der Bundesregierung, den klimaschädlichen Auswirkungen des Autoverkehrs Rechnung zu tragen. Mehr
Eine Woche vor dem Treffen der EU-Staats- und Regierungschef in Brüssel hat Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre AmtskollegInnen zur Eile in Sachen Klimaschutz gemahnt: "Wir können nicht tatenlos zusehen. Es muss gehandelt werden", sagte Merkel in einer Regierungserklärung im Bundestag.
Der Plan der EU-Kommission, die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2020 um 20 Prozentpunkte zu reduzieren, sei ein "qualitativer Schritt nach vorne", sagte Merkel. Gemeinsam mit Nicht-EU-Staaten sei sogar ein Rückgang um 30 Prozentpunkte möglich. Unabdingbar für einen Wandel in der Klimapolitik sei eine Versöhnung von Ökologie und Ökonomie. Außerdem müsse mehr Geld in neue Techniken wie die Kohlendioxidspeicherung und die Energieeffizienzforschung investiert werden. Mehr
Angela Merkel (CDU) kann in der Klimapolitik mit großer Unterstützung des Bundestages zum Europagipfel am 8. März nach Brüssel fahren. Die Einsparziele der EU-Kommission, zu denen sich die amtierende EU-Ratspräsidentin gestern bekannte, werden von allen Fraktionen unterstützt. Mehr
Dieser Artikel erschien auch bei Schwabmünchner Allgemeine, Hessische/Niedersächsische Allgemeine, Kölner Stadt-Anzeiger, Schweriner Volkszeitung, Esslinger Zeitung, Hamburger Morgenpost, Rhein-Neckar Zeitung, Südwest Presse.
Die Bundestagsopposition hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) Mutlosigkeit beim Klimaschutz vorgeworfen. Grünen- Fraktionschefin Renate Künast sagte am Donnerstag im Bundestag, Merkel habe sich bei der Formulierung der Klimaschutzziele «peinlich» vor die Interessen der deutschen Automobilkonzerne gestellt. Mehr
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die ehrgeizigen Ziele der Europäischen Kommission für den Klimaschutz unterstrichen. Der Europäische Rat müsse der Kommission jetzt folgen, sagte die Kanzlerin in einer Regierungserklärung. Bis Juni will sie einen Fahrplan zur europäischen Verfassung erarbeiten. Darin müsse geklärt werden, wie es mit dem Verfassungsvertrag weiter gehen solle. Mehr
Der Klimawandel ist viel weiter fortgeschritten als bisher bekannt. Das zeigt ein bisher geheimer Teil des Uno-Weltklimareports, für den 30.000 Messreihen ausgewertet wurden. Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE ist das Fazit: Keine Weltregion wird verschont - und vier trifft es besonders hart. Mehr
Umweltminister Gabriel weist die Oppositionskritik an den EU-Klimaschutzzielen zurück. Um die Erderwärmung bis Ende des Jahrhunderts unter zwei Grad zu halten, müsse der CO2-Ausstoß um 60 bis 80 Prozent reduziert werden. Mehr
Verfolgt man in den letzten Tagen in Deutschland die Umweltsünderdiskussion in Sachen CO2, dann kann man den Eindruck gewinnen private Autos und veraltete Glühlampen sind die Emmissionsriesen dieser Zeit. Doch daß der überbordende Flugverkehr viel schlimmer für das Weltklima ist, will so richtig keiner eingestehen. Mehr
Alle reden über Autos, doch Flugzeuge sind größere Umweltsünder. Die Industrie streitet über Ticketabgaben und CO2-Zertifikate
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