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Teisendorf, 4. September 2008

Pressemitteilung zur Aktion am 3.9. auf dem Marktplatz Teisendorf

Peter Ramsauer stimmt gegen den Anbau des Gen-Mais MON810

Peter Ramsauer, Vorsitzender der CSU-Landesgruppe in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, hat sich gestern Abend auf einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung eines breiten Bündnisses von Organisationen auf dem Marktplatz Teisendorf gegen den Anbau des Gen-Mais MON810 in Deutschland ausgesprochen. Allerdings stellte sich Ramsauer nicht hinter die Forderung nach einem bundesweiten Verbot. Er sprach sich lediglich dafür aus, dass gentechnikfreie Regionen nach europäischem Recht verbindlich deklariert werden können. Gemeinden könnten dann den Gen-Mais MON 810 selbstständig verbieten.

"Die Landwirtschaftsminister aus sechs europäischen Staaten haben den Gen-Mais MON 810 auf Grund der hohen Risiken für Mensch und Natur verboten. Doch Ramsauer schreckt weiter vor diesem Schritt zurück und verschiebt die Verantwortung nach Brüssel", so Stefanie Hundsdorfer vom Online-Netzwerk Campact. "In der EU müssen sich 27 Minister auf eine gemeinsame Regelung zu gentechnikfreien Regionen einigen - ob es jemals dazu kommt steht in den Sternen. Die CSU muss ihren erfreulich gentechnikkritischen Tönen im bayerischen Wahlkampf jetzt konkrete Schritte folgen lassen."

Ramsauer sprach sich dafür aus, dass auch künftig der EU-Ministerrat und die Europäische Kommission an den Entscheidungen über die Zulassung von Gentechnik-Produkten für den europäischen Markt beteiligt werden sollten. "Wir begrüßen, dass Herr Ramsauer weiter die Politik über die Zulassung von Gen-Pflanzen entscheiden lassen will. Damit stellt er sich gegen seinen CSU-Parteikollegen Seehofer!" Seehofer macht sich dafür stark, dass die EU-Regierungen im Ministerrat künftig nicht mehr an den Zulassungsentscheidungen beteiligt werden sollen. Stattdessen solle alleine die gentechnik-freundliche Europäische Lebensmittelbehörde (EFSA) entscheiden.

Die Diskussion in Teisendorf fand im Vorfeld einer CSU-Wahlkampfveranstaltung mit Horst Seehofer in der Gaststätte "Wieninger's Poststall" statt. Sie war Teil einer bayernweiten Aktionstour gegen Gen-Mais, mit der sich Campact gemeinsam mit einem breiten Bündnis aus Umwelt-, Bio- und Imkerverbänden Minister Horst Seehofer im bayerischen Wahlkampf an die Fersen heftet und von ihm ein Anbauverbot des Gen-Mais MON810 fordert (http://www.bayern-stoppt-genmais.de). Der Gen-Mais MON810 ist die einzige Gentechnik-Pflanze, die in Europa kommerziell angebaut wird.


Ihre Ansprechpartnerin:

  • Stefanie Hundsdorfer, Campact e.V.:

    hundsdorfer@campact.de,
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