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Der Wahlkreis Potsdam

Vom 22.06.07 bis zum 02.07.07 hingen in der Pappelallee/ Erich-Mendelssohn-Allee und an der Glasmeisterstraße/Abfahrt Nuthestraße zwei Großplakate. Wir fragten Katherina Reiche und Andrea Wicklein: „Machen Sie da mit?“

Am 25.6. diskutierten im Haus der Natur die Grünen-Bundestagsabgeordnete Cornelia Behm, Saskia Dellwing (Bioland LV Berlin-Brandenburg) und Christof Potthoff (Gen-Ehtisches Netzwerk) mit kritischen Bürger/innen über die Lücken des neuen Gentechnik-Gesetzes. In ihrer Kritik am Gesetzestext waren sie sich weitestgehend einig.

Die als ausgemachte Gentechnikbefürworterin bekannte Katherina Reiche wollte sich der Diskussion leider nicht stellen. Auch die SPD-Abgeordnete Andrea Wicklein blieb unserer Veranstaltung fern.



Katherina Reiche

Die Reaktion der Politikerin

Katherina Reiche (CDU)

Als Vize-Fraktionsvorsitzende der CDU wird Katherina Reiche über das Gentechnikgesetz beraten. Sie hat dabei großen Einfluss auf die Entscheidung.

Katherina Reiche setzt sich seit langem für den Einsatz der Gentechnik in der Landwirtschaft ein. Vor diesem Hintergrund ist klar, dass sie weder bereit war, mit uns öffentlich in Potsdam zu diskutieren, noch wollte sie schriftlich Stellung nehmen. Nur gegenüber der Presse gab sie an, uns zu einem Gespräch in ihr Wahlkreisbüro einladen zu wollen. Wir warten noch auf die Einladung.

Eine solche Haltung ist nicht nur im Hinblick auf das Gentechnik-Gesetz gefährlich. Sie gehört sich in der Demokratie einfach nicht.


Andrea Wicklein

Die Reaktion der Politikerin

Andrea Wicklein (SPD)

Die Haltung von Andrea Wicklein zur Gentechnik in der Landwirtschaft war bislang leidlich uneindeutig.

Umso erfreulicher ist, dass Sie unsere Position bei der Haftung unterstützt. Auch bei einer gentechnischen Verunreinigung von Nachbarfeldern unter einem Schwellenwert von 0,9% sollen laut Wicklein Gentechnik-Produzenten haften.

Bei unseren anderen Kritikpunkten zur Übernahme der Analysekosten, zum Standortregister, zu Verfahrenserleichterungen beim Forschungsanbau und bei privaten Absprachen waren ihre Aussagen weniger klar. Hier hoffen wir noch auf Bewegung

Positiv und für die Zukunft der gentechnikfreien Landwirtschaft wesentlich ist ihre klare Position zur Haftung. Wir hoffen, dass sie auch unsere anderen Argumente gegen das Gentechnik-Gesetz noch überzeugen können.


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